Donnerstag, 1. November 2018

~Buch Rezension~ "Mein Weg aus unsichtbarer Tinte" von Kat Yeh *Rezensionsexemplar

Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag

☁ Autorin: Kat Yeh ☁ übersetzt: Sandra Knuffinke und Jessika Komina ☁ illustriert: - ☁
☁ Verlag: Magellan ☁ Hardcover ☁ ISBN 978-3-7348-4717-2 ☁
☁ 15,00 € [D] 15,50 € [A] ☁ 288 Seiten ☁ Einzelband ☁
☁ erschienen 07/2018 ☁ empfohlen ab 11 Jahren ☁


Inhalt

„Bea fühlt sich unsichtbar. Ihre beste Freundin will plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben und ihre Eltern scheinen sich nur noch für ihr neues Geschwisterchen zu interessieren. Wo ist da noch Platz für sie? Ihre Gefühle schreibt Bea auf kleine Zettel - mit Tinte, so unsichtbar wie sie für die anderen. Die Botschaften versteckt sie in einer Mauerspalte. Als ihr auf einmal jemand antwortet, steht Bea vor einem Rätsel. Wer steckt dahinter? Und was hat das alles mit einem geheimnisvollen Labyrinth zu tun?" - Quelle Klappentext



Der zufällige Satz...

 
 

„Wie soll ich denn erklären, warum ich den ganzen Tag Kopfhörer trage, einen Häschen-Adapter und immer eine Playlist griffbereit habe, aber seit Anfang des Schuljahres kein einziges Mal Musik gehört habe?“ - Bea

 
Seite 36



Zwischen den Seiten

Vor den Sommerferien war Beas Welt noch in Ordnung, sie hatte in S. ihre allerbeste Freundin gefunden, doch vielleicht lag es an der langen räumlichen Veränderung (Bea verbrachte die Ferien mit der Familie in Taiwan) oder an der familiären Veränderung bei S., dass sie nicht mehr miteinander reden.

Bea weiß nicht was geschehen ist, fühlt sich von S. stark ausgeschlossen, so dass sie anfängt sich seit Schulbeginn zusätzlich zu isolieren. Sie schweigt während der Unterrichtsstunden und während der Pausen, den Mitschülern gegenüber. Nur der Bibliothekarin Mrs Rod gelingt es, eine Verbindung zu ihr über die gemeinsame Liebe zur Literatur und Poesie zu schaffen.

Bea brennt für die japanische Versform der Haikus. Die ich bis zu „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte", nie verstanden habe. Aber dank Bea habe ich das Prinzip verstanden. Die erste Zeile besteht aus Worten, die zusammen 5 Silben haben. In der zweiten Zeile sind es 7 und in der dritten Zeile sind es wieder 5 Silben. Bea liebt es ihre Gefühle und Gedanken auf dieser Weise auszudrücken. Und bei all den ungesagten, nur gedachten Gefühle und Worte sammelt sich einiges an.

Am Anfang war es schwer, nachzuvollziehen, weshalb Bea nun allein ist, denn der Grund weshalb ihre beste Freundin nicht mehr mit ihr spricht, verrät sie erst später. Die Figuren der ehemaligen Freundinnen S, L und und der neu dazugekommenen A werden von Bea die gesamte Zeit über beim ersten Buchstaben genannt. Das hat mich lange verwirrt, lässt auch keine Verbindung und Nähe zu.

Ich schätze Bea zwischen 12 und 13 Jahre alt ein, da sie dem Leser viel von der Zeit mit ihrer besten Freundin aus der Grundschule erzählt und berichtet, wie sehr sie sich beide auf die 7. Klasse gefreut hatten. Ihr Erzählstil wirkt ebenfalls kindlich. Ich konnte mich mit ihr identifizieren, was den innigen Bezug zu ihrer besten Freundin anging, da ich ähnliches erlebt hat. Mit meiner damaligen besten Freundin war ich während der Grundschule eng zusammen und ich hatte Schwierigkeiten beim gemeinsamen Wechsel in die 7. Klasse Anschluss zu den neuen Mitschülern zu finden.


Bea wird aufgrund ihrer kreativen Ader Teil der Beaside Schülerzeitung und in der Redaktion lernt sie mit Will, Jamie und Briggs neue Leute kennen. Zu Will, der eine besonders eigenwillige und recht schweigsame Art hat, baut sie eine Bindung auf. Mit Briggs und Jamies offene, freundliche, interessierte Art hat sie Schwierigkeiten. So weit fand ich das okay. Bea ist ein gefühlsbetontes Mädchen, das sich nicht gleich öffnen kann und ihre Zeit braucht. Nur gab es da einen Moment, in den ich ihr Handeln unmöglich fand.

Briggs und Jamie fragen sie, ob Bea mit ihnen gemeinsam zu Mittag isst, Bea vermutlich überrumpelt, sucht das Weite, nur um Zeilen später zu sagen, dass sie alleine wäre? Bea neigt dazu, eine Blase, um sich herum zu errichten, in der sie nur sich wahrnimmt ich und das hat mich zwischenzeitlich gestört.

Zum Glück für Bea und für mich, entwickelt sie sich ab der Hälfte der Handlung weiter und ich hatte wieder Spaß, daran sie und die anderen zu begleiten.

Zum Schluss findet sie ihren Weg aus unsichtbarer Tinte.

Fazit

Beas Geschichte in „Mein Weg aus unsichtbarer Tinte“ ist anfänglich verwirrend, denn genau wie die Protagonistin steht man als Leser vor vollendeten Tatsachen und weiß nicht so recht, wie es dazu kam, dass sie sich von der besten Freundin ausgegrenzt fühlt. Auch ihre Angewohnheit Beas, die beste Freundin und weitere Mädchen nur mit dem Anfangsbuchstaben zu benennen, grenzte aus und verwirrte mich. Die Gefühle von Einsamkeit und Verunsicherung konnte ich bis zu einem bestimmten Punkt nachempfinden. Etwa bis zur Hälfte kam es mir vor, dass sich Bea selbstbemitleidet und kaum die Menschen wahrnimmt, die aufrichtig an ihr Interesse zeigten, das hat mich gestört. Doch zum Glück durchläuft sie von da an eine gute Entwicklung und zeigt gerade jüngeren Lesern mit ähnlichen Ängsten, dass es lohnt seinen eigenen Weg zu gehen. 4 Sterne


*Vielen Dank an den Magellan Verlag, für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

~Challenge 2018~ Die große Cover Challenge 2018 von Charleen´s Traumbibliothek
ein Buch mit etwas Essbarem auf dem Cover

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ihr wollt einen Beitrag kommentieren? Bitte beachtet vorab, folgendes Bitte dass du mit Absenden eines Kommentars und beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare Du Dich einverstanden erklärst, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) eventuell abgespeichert und von Blogger / Google weiterverarbeitet werden.

Kumos Buchwolke Datenschutz: https://www.kumosbuchwolke.de/p/daten.html
Google Datenschutz: https://policies.google.com/privacy?hl=de

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.