Donnerstag, 10. Januar 2019

~Buch Rezension~ "Wintersong" von S. Jae-Jones - Buch 1

Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag Imprint ivi


☁ Autorin: S. Jae-Jones ☁ übersetzt: Diana Bürgel ☁ illustriert:- ☁
☁ Verlag: ivi ein Imprint vom Piper Verlag ☁ Klappenbroschur ☁ ISBN 978-3-492-70458-8 ☁
☁ 15,00 € [D] 15,50 € [A] ☁ 464 Seiten ☁ Reihe 1/? ☁
☁ erschienen 12/2017 ☁ empfohlen ab 14 Jahren ☁

Inhalt

„Eine alte Legende. Ein dunkles Reich unter der Erde und eine unmögliche Liebe

Die 19-jährige Liesl hat früh gelernt, die Nacht zu fürchten, in der das alte Jahr stirbt. Sie ist mit der Sage um den faszinierenden wie schrecklichen Erlkönig aufgewachsen, der in jener Nacht auszieht, um ein Mädchen zu stehlen und es zu seiner Braut zu machen. Als ein unheimlicher, gut aussehender Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, wird Liesls schlimmste Befürchtung wahr. Ihr bleibt keine andere Wahl, als dem Erlkönig in sein dunkles Reich zu folgen, denn sie nur sie kann ihre Schwester noch retten ...“ - Quelle Klappentext


Der erste Satz...

 
 

„Es war einmal ein kleines Mädchen, das seine Musik für einen kleinen Jungen in den Wäldern spielte.“ - Erzähler

 
Seite 13







Zwischen den Seiten

Liesls Familie betreibt eine Gastwirtschaft in Bayern am Rande eines Waldes. Lisl, die Elisabeth heißt, ist die älteste von drei Kindern, sie ist tüchtig, nimmt sich selbst zurück, um stets an ihre Geschwister und die Familie zu denken. Bevor die Eltern einander heirateten und das erste Kind geboren wurde, waren sie ein gefragter Hofmusiker und eine beliebte Sängerin. Die Liebe und das Talent für die Musik wurden an Elisabeth und ihren Bruder Josef weitergegeben und gefördert.


Die Musik ist ein wichtiger Teil von Elisabeth, in der Zeit von Vivaldi, Hayden oder Mozart wurden die Talente von Frauen längst nicht so intensiv gefördert, wie das von ihrem Bruder Josef.

Erlkönig, Kobolde und klassische Musik, das sind die Leitthemen von „Wintersong“ Die ersten 50 Seiten lasen sich sehr spannend und schnell.

Der Erlkönig wirkt dunkel, undurchschaubar, verführerisch und gefährlich, zwischen Elisabeth und ihm existiert von Anfang an eine intensive Verbindung. Dennoch wirbelt die Geschichte oft wirr durcheinander, nichts am Koboldhof wirkt gradlinig. Es wird kompliziert für Elisabeth ihre Schwester zu retten.

Als ich angefangen habe „Wintersong“ hu lesen, habe ich mich auf den Erlkönig gefreut und ich habe gehört, dass das Buch geteilte Meinungen hervorruft. Ich kann verstehen, dass es manchen Lesern überhaupt nicht gefallen hat.

Einen Grund vermute ich in der präsenten Musik, die hier zu stark eingebunden ist. Vor allem mit vielen Fachbegriffen in ihrer Lautstärke, Rhythmus oder Art. Zwar gibt es am Ende ein erklärendes Glossar, allerdings wollte ich bei der Fülle an Fachbegriffen irgendwann selbst nicht mehr alles nachschlagen.

Die Stimmung der Geige oder des Klaviers, fangen die Atmosphäre von „Wintersong“ eigentlich gut ein. Nur ist das Musikalische zu stark, wirkt fast schon wie ein Theorieteil. Meinen Lesefluss hat das beeinträchtigt. Zwischenzeitlich sogar gelangweilt. Auch Elisabeth und der Erlkönig konnten mich nur selten fesseln. Dabei ist gerade der Erlkönig sehr interessant gewesen, denn er zeigt verschiedene Persönlichkeiten. Ich hatte bis zum Schluss die Hoffnung, dass mich die Geschichte noch einmal richtig mitnimmt. Die Momente, in denen sie es beinahe schaffte, waren Szenen, in denen sich Elisabeth und der Erlkönig aufrichtig gegenüberstanden und die Vergangenheit vom König angesprochen wurde. Ich bin mir sicher, daraus hätte was gemacht werden können, doch die Erlkönig Figur war mir nicht intensiv genug ausgearbeitet. Sie blieb nur an der Oberfläche. Ein anderer Grund, der diese wenigen guten Momente kaputtmachte, war das es wieder musikalisch wurde. Ein Ton hier eine Sonate dort.

Die Musik brachte den Verlauf mehr zum Stillstand, als voran. Weniger wäre mir, weil es oft schwer war, den Überblick über die restliche Geschichte nicht zu verlieren.

Mit Elisabeth als Hauptfigur hatte ich ebenfalls meine Probleme. Viel zu oft macht sie sich selbst klein. Sie wäre nicht sichtbar und nicht schön genug. Das war nicht meins, weil ich sie anders wahrgenommen habe.

„Wintersong“ ist der erste Band, für mich allenfalls noch als Hörbuch interessant, einen zweiten Band werde ich nicht lesen. Dafür war ich am Ende zu froh darüber, es geschafft zu haben und kaum vom Ausgang überrascht.



Fazit

In „Wintersong“ von S. Jae geht es um die Legende vom Erlkönig und ich mag die gleichnamige Ballade von Johann Wolfgang von Goethe seit meiner Kindheit. Der Auftakt ist dem Buch auch gut gelungen. Eine großartige dunkle, geheimnisvolle Atmosphäre mit interessanten Figuren. Nur nimmt die Liebe zur Musik bald den Großteil der Geschichte für sich ein. Es fallen zu viele Fachbegriffe, dass Glossar am Ende habe ich mir da schon nicht mehr angeschaut. Die Szenen nur noch überflogen. Leider leidet die Geschichte darunter, denn die Spannung konnte sich entweder nicht lange halten oder nicht aufbauen. Ich finde das echt schade, denn die Idee mit dem Erlkönig hatte viel Potenzial. Einen zweiten Band werde ich vielleicht hören aber nicht lesen. 3 Sterne.



Challenges, an welchem dieses Buch teilnimmt

Die große Cover Challenge 2019 von Charleen´s Traumbibliothek
10 ein Buch mit einer Pflanze auf dem Cover

Motto Challenge 2019 von Weltenwanderer
Januar Motto - Neustart

Trivial Book Pursuit Jahres-Challenge 2019 von Annas Bücherstapel und der LB-Gruppe “SuB-Abbau-Challenge Buchgesichter”
Aufgabe - 68 TITEL wie in Originalsprache (Etwa Mindgames, Winger, Stealheart,…)

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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

2 Kommentare:

  1. Hallo liebe Cindy,
    ohje, ich meine meine Buchhändlerin hat mir damals mal von dem Buch vorgeschwärmt. Ich hatte es auf jeden Fall für die Wintermonate im Blick. Deine Kritikpunkte kann ich aber sehr gut nachvollziehen und ich denke sie würden bei mir auch anschlagen. Gerade, was den Theorieteil betreffend der Musik angeht. Auch schreckt es mich ab, dass die Figuren nicht so gut ausgearbeitet wurden. Schade, dass du nicht in den vollen Lesegenuss bei diesem Buch gekommen bist. Ich danke dir für diese hilfreiche Rezension.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    Antworten
    1. Hallo liebe Tanja,

      oh je ich hoffe, ich habe dich mit der Rezension nicht vollkommen abgeschreckt. :( Für mich war der klassische Musik Anteil einfach zu viel.
      Liebe Grüße Cindy

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