Montag, 17. Dezember 2018

~Buch Rezension~ "Das Glück an meinen Fingerspitzen" von Julie Leuze *Rezensionsexemplar

Cover- und Zitatrechte: Ravensburger Buch Verlag

☁ Autorin: Julie Leuze ☁ übersetzt: - ☁ illustriert: - ☁
☁ Verlag: Ravensburger ☁ Hardcover ☁ ISBN 978-3-473-40166-6 ☁
☁ 14,99 € [D] 15,50 € [A] ☁ 320 Seiten ☁ Einzelband ☁
☁ erschienen 08/2018 ☁ empfohlen ab 14 Jahren ☁

Inhalt

„Manchmal muss man sich verlaufen, um seinen Weg zu finden. Und manchmal führt dieser Weg zu einem ganz besonderen Menschen.

Nebelverhangene Wälder, einsame Pazifikstrände - und absolut kein Kontakt zur Außenwelt: So stellt sich Jana das Paradies vor. Bei ihrem Onkel, der in der kanadischen Wildnis Wölfe und Bären erforscht, will sie endlich vergessen, was ihr im letzten Frühjahr passiert ist. Doch dann verschwindet ihr Onkel spurlos und vor ihrer Blockhütte steht plötzlich ein verletzter junger Mann namens Luke. Jana hat keine Wahl: Sie muss Luke vertrauen, denn nur gemeinsam werden sie einen Weg aus der Wildnis finden. Auf der tagelangen Wanderung durch die unberührte Natur British Columbias kommen sich Jana und Luke langsam näher. Jana ahnt nicht, dass auch er vor etwas davonläuft...“ - Quelle Klappentext


Der zufällige Satz...

 
 

„Doch um etwas zu ändern, müsste ich sie anschauen, die Scherben in mir. Ich müsste versuchen, sie zu kitten. Scherben, die Millionen von Füßen zu Milliarden von scharfen Splittern zertrampelt haben. “ - Jana

 
Seite 113





Zwischen den Seiten

Zunächst erfahren die Leser nichts über die genauen Umstände, die dazu führten, dass Jana große Angst vor Menschen hat und weshalb ihre Eltern sie nach Kanada schickten. Jana deutet vieles an, die Erklärung folgt allerdings viel später. Weil sie so verschlossen ist, immer wieder Andeutungen macht, kam ich anfangs nicht an sie heran.

Das fiel es mir bei Luke leichter. Auch er trägt eine Bürde mit sich rum, seine Bemerkungen sind da offensichtlicher. Luke ist ein Abenteurer und Youtuber, der viel in der Wildnis unterwegs ist, dadurch verfügt er über ein hilfreiches Survival Wissen.

Während des gemeinsamen Insel Trips lernen sich die beiden näher kennen, stellen zuweilen unangenehme Fragen, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Durch die wechselnden Luke und Jana Kapitel ist man als Leser nah an den Figuren. Darüber hinaus gibt es noch eine dritte Perspektive, die nur gelegentlich aufkommt und von dem nahen Zoom, dass Geschehen mit mehr Abstand betrachtet.

Anfänglich etwas verwirrend, da ich dachte, es gibt einen magischen/fantastischen Twist, als ich allerdings verstand, was hinter dieser Perspektive steckte, fand ich es spannend.

Jana wird als außergewöhnlich schön beschrieben und Luke kann kaum die Augen von ihr abwenden. Schon wieder ein Jugendbuch in denen die Protagonisten auffällig schön und anziehend sind? Ja ein wenig, nur gehört in „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ Janas Schönheit ganz bewusst dazu. Die Autorin Julie Leuze nutzt sie gezielt, um auch deren Schattenseiten zu zeigen, und das ist ihr gut gelungen.

Janas Geschichte fand ich krass und ich mochte mir nicht vorstellen, dass sich die Menschen so geändert haben könnten. Doch ist die Entwicklung, die hier gezeigt wird realistisch, leider muss ich sagen. Wir sollten nie vergessen, dass hinter jeder Geschichte, immer auch ein Mensch mit Gefühlen steckt.

Der Inseltrip liest sich flüssig, ich konnte „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ innerhalb weniger Tage fertig lesen. Gerade weil Jana und Luke nur sich haben und sonst von Pflanzen und Tieren umgeben sind, gibt es keine Ablenkung. Im Grunde fühlt sich ihre gemeinsame Zeit viel länger an, als sie ist. Die Entwicklung ist rasch und intensiv. Für mich war das in Ordnung, ich fand es glaubhaft und angenehm, dass es nicht zu dramatisch ausgereizt wurde. Auch der Schluss fühlte sich für mich rund und gut abgeschlossen an.


Fazit

„Das Glück an meinen Fingerspitzen“ ist ein sich schnell entwickelnder Insel „Road“ Trip. Trotz der kurzen Zeit, die dieser dauert, lernen sich Luke und Jana intensiv kennen. Bei all den Emotionen bleiben die Handlungen nachvollziehbar und gut durchdacht. Anfangs kann der Eindruck aufkommen, dass „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ sich ebenfalls einreiht zu den vielen Jugendbüchern, in denen die Protagonisten überdurchschnittlich schön und begehrenswert sind, doch mit dieser Äußerlichkeit wird hier bewusst umgegangen. Janas Geschichte ist extrem, doch ich glaube heutzutage realistisch, leider. Die Kernaussage von „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ sollte viel mehr Menschen erreichen und aufrütteln. 5 Sterne.


*Vielen Dank an den Ravensburger Verlag, für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

~Challenge 2018~ Die große Cover Challenge 2018 von Charleen´s Traumbibliothek
ein Buch mit einem weißen Schriftzug

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ihr wollt einen Beitrag kommentieren? Bitte beachtet vorab, folgendes Bitte dass du mit Absenden eines Kommentars und beim Setzen eines Hakens für weitere Benachrichtigungen auf Folgekommentare Du Dich einverstanden erklärst, dass personenbezogene Daten (z.B. IP-Adresse, Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress) eventuell abgespeichert und von Blogger / Google weiterverarbeitet werden.

Kumos Buchwolke Datenschutz: https://www.kumosbuchwolke.de/p/daten.html
Google Datenschutz: https://policies.google.com/privacy?hl=de

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.