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| Cover- und Zitatrechte: Gmeiner Verlag |
☁ Autor/in: Thomas Erle ☁ übersetzt: - ☁ illustriert: - ☁
☁ Verlag: Gmeiner ☁ Klappenbroschur Premium ☁ ISBN 978-3-839-22337-6 ☁
☁ 15,00 € [D] 15,50 € [A] ☁ 380 Seiten ☁ Reihe 1/3 ☁
☁ erschienen 10/2018 ☁ empfohlen ab 14 Jahren ☁
Inhalt
„Seit einem verheerenden Atomunfall vor 16 Jahren gilt der Schwarzwald als unbewohnbar - die Bevölkerung wurde evakuiert und die gesamte Region zur Sperrzone erklärt. Die Menschen waren zunächst verunsichert, haben sich aber nach über einem Jahrzehnt wieder eingerichtet in ihrer heilen Welt. Doch die Regierung spielt seit Jahren ein falsches Spiel. Denn die Gefahr, die in dem verstrahlten Gebiet lauert, ist so viel größer, als sich die Menschen vorstellen können: Eine unerklärliche Kraft scheint alles Leben zu bedrohen...“ - Quelle Klappentext
Zwischen den Seiten
Zunächst lernte ich das junge Ehepaar Nadja und Martin kennen, die sich auf eine kleine Wanderung durch den Schwarzwald befinden. Nadja und Martin sind vor 6 Monaten Eltern geworden und nehmen sich eine kleine Wanderauszeit, das Kind befindet sich in der Obhut von Freunden.
Ein herrlicher Tag steht den beiden bevor, doch schnell lässt sich erahnen, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Wetter spielt verrückt, Armbanduhren funktionieren nicht mehr, das Smartphone auch nicht, eine plausible Erklärung lässt sich nicht finden.
Genau wie Nadja und Martin, tappt auch der Leser im Dunkeln, spürt nur, dass da etwas lauert, auf das nicht näher eingegangen wird. Nach etwa 50 Seiten endet, das erste Kapitel, ja das Buch bestehlt insgesamt aus drei Kapiteln und bei 357 Seiten, sind diese zum Teil sehr lang. :)
Mit dem Beginn des zweiten Kapitels macht die Handlung einen großen Sprung. 16 Jahre sind vergangen und wir landen bei dem 16-jährigen Felix. Er lebt ein normales Leben, freut sich auf seinen bevorstehenden Geburtstag. Als Leser erfährt man, durch Felix was in der Zwischenzeit aus dem Schwarzwald geworden ist, man geht von einem Atomunfall aus, dass Gebiet wurde abgesperrt und wird seither streng bewacht. Dennoch hat sich mit der Zeit das Leben drumherum ganz normal weiter entwickelt. Von unserem Alltag in 2018 kaum zu unterscheiden.
Der Schwarzwald gilt als geheimnisvoll und auch Felix findet diesen interessant, gibt sich allerdings damit zufrieden, dass er zur Sperrzone erklärt wurde. Das ändert sich schlagartig am Abend vor seinem Geburtstag und Felix hat nur noch ein Ziel, rein in den Schwarzwald.
Die Idee, die der Autor Thomas Erle in „Das Lied der Wächter Das Erwachen“ verarbeitet und umgesetzt hat, fand ich spannend. Doch seine Absicht bleibt bis zum Schluss, so undurchdringlich, undurchschaubar, wie ich mir den Schwarzwald dunkel und voller Geheimnisse vorstelle.
Es kommen Zweifel an der Echtheit eines Atomunfalls auf. Denn wie lässt es sich erklären, dass sich die Strahlungen auf ein Gebiet beschränken und das drumherum alles normal weitergeht?
Gemeinsam mit Felix betreten wir den Schwarzwald und von ihm geht eine Anziehungskraft aus. Mir ist bis zur letzten Seite nicht alles klar geworden, vielmehr blieb viel von dem, was als Atmosphäre erzeugt wird, weiter undurchdringlich. Für die Spannung ein großer Pluspunkt. Man merkt auch, dass der Autor sich mit dem Schwarzwald intensiv auseinandergesetzt hat, vielleicht sogar die Routen die Felix nimmt, selbst abgelaufen ist. Da liegt viel Liebe zum Detail in der Umgebung drin. Während des Lesens zog sich die detaillierte Beschreibung der Umgebung, was bei mir dazu führte, dass ich mich nur schwer auf die eigentliche Handlung konzentrieren konnte und das Buch oft zur Seite gelegt habe.
Als Felix die Wahrheit seine Verbindung zum Schwarzwald erfährt, reagiert er kopflos, was einerseits verständlich ist, für ein paar Seiten hatte ich allerdings, die Befürchtung er rennt ohne Sinn und Verstand in den Wald. Hätte er das gemacht, hätte ich noch mehr Probleme mit ihn als Protagonisten gehabt. Zum Glück tut er das an dieser Stelle nicht. Ich kann es nicht begründen, weshalb ich trotzdem nicht warm mit ihn geworden bin. Er ist ein freundlicher Protagonist und wäre er zu tough, statt der vielen Unsicherheiten, wäre das objektiv betrachtet, ebenfalls nicht schlüssig gewesen. Subjektiv gesehen konnte er mich nicht erreichen.
Dagegen wirkt der Schwarzwald anziehend und zugleich verwirrend, nur bruchstückenhaft bekommt man Anhaltspunkte, was in ihm vor geht, aber eigentlich bleibt man bis zum Schluss genauso unwissend wie am Anfang. Von dieser Geschichte geht ein ganz eigenartiger, fast schon nebliger Sog aus.
Fazit
„Das Lied der Wächter Das Erwachen“ ist ein Trilogie Auftakt, mit einer sehr interessanten, spannenden, realistischen Idee. Ein Atomunfall im Schwarzwald, der diesen zu einem Sperrgebiet macht, trotzdem geht das Leben drumherum weitestgehend alltäglich normal weiter. Das wirft Fragen auf. Auch der Schwarzwald an sich, bleibt die gesamte Zeit über eine undurchschaubare, kaum greifbare Unbekannte in der Handlung. Da sind Ursachen und Gründe, die nur angekratzt, allerdings in diesem Band nicht erklärt werden, so das ich am Ende wenigstens etwas das Gefühl habe, der Nebel lichtet sich. Selten war ich am Ende so unschlüssig, ob mich ein Buch in seinen Bann gezogen hat und ich wissen möchte, wie es weitergeht oder ob ich mich selbst im Ungewissen lassen soll. 3 Sterne.
*Vielen Dank an den Gmeiner Verlag, für das bereitgestellte Rezensionsexemplar
Die Trilogie - "Das Lied der Wächter" im Überblick
Das Lied der Wächter - Das Erwachen - 1
Das Lied der Wächter - Der Gesang - 2 - noch nicht erschienen
Das Lied der Wächter - Das Gesetz - 3 - noch nicht erschienen
~Challenge 2018~ Die große Cover Challenge 2018 von Charleen´s Traumbibliothek
ein Buch mit einem Herbstcover
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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.de



Hey liebe Cindy,
AntwortenLöschenich hatte es auch schon ab und zu, dass ich nach dem Lesen unschlüssig war wie ich das Buch nun bewerten soll. Du weißt wahrscheinlich jetzt noch nicht, ob du Band 2 lesen wirst oder?
Das Cover und den Klappentext finde ich immer noch richtig super :-)
Liebe Grüße
Sandra
Hallo liebe Sandra,
Löschendas Cover finde ich auch super, es fängt die Stimmung vom nebulösen Schwarzwald sehr gut ein. :) Nun ist etwas Zeit vergangen und ich enke, ich werde die Geschichte weiterverfolgen, nur in der E-Book Variante, da ich hier einfacher mit Strecken zu recht komme.
Liebe Grüße Cindy
Huhu Cindy,
AntwortenLöschenich wurde mit Felix auch nicht richtig warm. Mir war er zu sprunghaft, gerade zu Beginn.
Und mir hätte es auch einen Tick besser gefallen, wenn man am Buchende zumindest eine kleine Ahnung von allem bekommen hätte.
Dennoch bin ich auf die Fortsetzung echt gespannt. 😊
LG Alica
Hallo liebe Alica,
Löschenstimmt Felix war schon eigen und ich gebe dir auch mit dem Ende recht, ein kleine Ahnung als Leser wäre nicht schlecht gewesen.
Ich denke, die Fortsetzung werde ich auch lesen.
Liebe Grüße Cindy