Montag, 10. Juli 2017

~Buch Rezension~ "Stell dir vor, dass ich dich liebe" von Jennifer Niven

Cover- und Zitatrechte: Fischer Verlage


Inhalt

„Der eine Mensch, der dein Leben verändert

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch Jack hat ein Geheimnis: Er kann sich nicht an Gesichter erinnern – nicht mal an das seiner aktuellen Freundin. Dass seine Coolness nur Selbstschutz ist, durchschaut niemand. Bis Libby in sein Leben tritt. Von allen Menschen ausgerechnet Libby. Ein No-go. Sozialer Selbstmord. Und der einzige Mensch auf der ganzen verdammten Welt, der die Wahrheit schöner findet als die perfekten Lügen…“ – Quelle Klappentext



Der erste Satz...

 
 

Jedes Buch, das ich lese, und jeder Film, den ich sehe, scheinen dieselbe Botschaft zu haben: Die Highschool ist die schlimmste Erfahrung, die du jemals machen kannst.“ - Libby

 
Seite 27


















Zwischen den Seiten

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" begeisterte mich in erster Linie durch Jack und Libby und ihre Merkmale die zum einen schon oft da waren und vom anderen, zum ersten Mal in einen meiner Bücher auftauchen.

Jacks Nichtfähigkeit Gesichter zu erkennen und sie zuordnen zu können, kann ich mir nur schwer vorstellen. Niemand in seinem Umfeld weiß davon und ich meine hier wirklich niemand, noch nicht mal seine Familie. Nach und nach zeigt
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Jack wie schwer es für ihn ist, diese Illusion aufrecht zu

halten. Schließlich ist es nicht immer lustig, wenn man mal das falsche Mädchen küsst oder gar fast den falschen kleinen Bruder von einer Kinderfeier abholt.

Libby war mit 13 Jahren Amerikas fettester Teenager und erlangte unfreiwillig mediale Aufmerksamkeit, weil sie regelrecht aus ihrem Elternhaus geborgen werden musste. Fremde Menschen haben ihr und ihrem Vater scheußliche E-Mails oder Briefe geschrieben. Das liegt nun 4 Jahre zurück und Libby hat sich ins Leben zurück gekämpft, auch wenn ihr einige Narben geblieben sind. Unfassbar was Menschen meinen einem anderen schreiben zu müssen, nur weil eine Momentaufnahme im TV übertragen wird.

Libby hat es auch in der Gegenwart schwer, immer wieder wird sie auf ihr Gewicht reduziert und herabgewürdigt. Doch Libby ist ein großartiges Mädchen, klar verletzt sie so etwas, aber sie lässt sich nicht klein machen. Sie ist selbstbewusst und steht zur Not auch für sich allein ein.

Damit beeindruckt sie vor allem Jack. Denn seine Gesichtsblindheit setzt ihn unter Druck, weil er Angst vor den Folgen hat, dass er sich immer mehr in Dinge verliert, die er eigentlich nicht möchte.

Die Ängste von Libby und Jack wurden sehr gut rausgearbeitet. Es ist schlussendlich einer dieser unüberlegten, nicht gewollten Aktionen die dazu führen, dass Jack und Libby einander begegnen. Dass Jack beginnt sich mit Libby zu befassen, sich Gedanken darüber macht, dass sie verletzlich und gleichzeitig stark ist.

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" liest sich schnell und lebendig. Neben Jack und Libby sind es auch ihre Familien die viel Herz und eine Menge anderer ernste Themen mit aufgreifen. Jack ist ein Familienmensch und die Momente mit seinem kleinen Bruder Dusty unbezahlbar.

Lese Spaß

Mit Jacks Gesichtsblindheit und Libbys Übergewicht wurden ein bislang literarisch unbekanntes Thema mit einem oft vorkommenden Thema kombiniert und herausgekommen ist mit "Stell dir vor, dass ich dich liebe" eine starke, gefühlvolle und aufmerksam machende Geschichte. Ich habe die Zeit mit Libby und Jack genossen und bin nur so durch die Seiten gerast.

Libby und Jack sind mit all ihren kleinen Schwächen und ihren eigentlich viel größeren Stärken absolut sympathisch und wurden zu einem neuen Lieblingspärchen.

Authentisch ist die Darstellung der Schulsituation, vor allem Libby durchlebt hier ein Spießrutenlauf von Oberflächlichkeiten und Anfeindungen. Zum Teil wird es extrem und hat mich fassungslos gemacht. Da es für mich unangenehm ist zu merken, wie gemein Menschen sein können, wenn andere nicht in ihrem Schönheitsideal passen. Dabei strahlt Libby regelrecht durch die Seiten und scheint ein richtiger Herzensmensch zu sein.

Fazit

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" ist eine Liebeserklärung, sich selbst mit allen Fehlern zu lieben und danach tolerant anderen gegenüber zu sein. Libby und Jack sind zwei von vielen, die nur einen Platz zum Leben finden wollen.
Der Schreibstil ist lebendig, so dass Libby und Jack auf Anhieb zu guten Freunden werden. Besonders toll hierbei, ist mitzuerleben wie stark und mutig Libby ist; von ihr kann man viel lernen. „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ macht Mut sich zu akzeptieren und macht ganz viel Spaß beim Lesen. Geschichte. 5 Sterne.


Vielen Dank an den Fischerverlag für dieses Rezensionsexemplar
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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de


Kommentare:

  1. Huhu Cindy,

    ich wusste das du das Buch genauso lieben würdest wie ich :-) Deine Rezi bringt es wunderbar auf den Punkt! Das Buch hat eine tolle Botschaft.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Guten Morgen liebe Sandra,

      oh ja das Buch ist richtig super gewesen. Hast du eventuell ein anderes Buch von Jennifer Niven gelesen und kannst eines empfehlen?
      Liebe Grüße Cindy

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    2. Bisher ist von der Autorin noch "All die verdammt perfekten Tage" erschienen. Das war auch gut, kam für mich aber nicht an dieses Buch heran.

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    3. Danke für die Einschätzung. :)

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  2. Hallo Cindy,
    ich habe jetzt schon so viel Gutes über das Buch gelesen. Es steht mittlerweile auch ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. Ich freue mich, dass auch du so begeistert von der Geschichte warst/bist <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,

      Das Buch sollte auch wirklich schnell bei dir einziehen, ich denke nämlich diese Begeisterung, wird dich ebenfalls ereilen. :)
      Liebe Grüße Cindy

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