Montag, 3. April 2017

~Buch Rezension~ "Liebe ist wie Drachensteigen" von Ashley Herring Blake

Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag

Inhalt

„Es geht nur um dich und mich, weißt du noch? Das hast du zu mir gesagt, hier auf diesem Hügel. Hadley und Sam. Ohne Nachnamen. Wir können einfach hier sein. Einfach wir sein.“
Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …
Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön ist. - Quelle Klappentext



Der erste Satz...

 
 

Seine Hand liegt warm auf meinem nackten Rücken.“ - Hadley

 
Seite 5



















Zwischen den Seiten

Wenn die Fehler der Eltern das Leben der Kinder bestimmen, wird es kompliziert, vor allem wenn eines der Kinder mehr darüber weiß, als das andere. Es ist eine vertrackte Situation in der sich Sam und Hadley befinden, als sie sich kennenlernen und sich erste Gefühle entwickeln.
"Liebe ist wie Drachensteigen" ist ein Meer der Emotionen und ein Sehnen nach Normalität und Liebe. Sam und Hadley, beide sind abwechselnd Ich-Erzähler, bringen ihre eigenen Gefühle und den ganzen Schmerz rüber. Es ist
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herzerwärmend wie beide eigentlich nicht wollen, jedoch nicht anders können, als miteinander Zeit zu verbringen. Zu lächeln, zu Herzpochend und sich einfach nur gut zu tun. Auch wenn das Wissen, welches Sam auf sich genommen hat, ihn zusehends erdrückt.


Unterstützt werden die beiden von wundervollen Begleitern, Livy, Sams jüngere Schwester, Kat, Hadleys beste Freundin und Ajay, Sams bester Freund. Die Drei tragen ebenfalls etwas zur Entwicklung von Sam und Hadley bei.

Nur die Rollen der Eltern habe ich nicht ganz nachvollziehen können, da sind mir zu viele Anschuldigungen und Zurechtweisungen im Spiel gewesen, die wenn ich auch ein wenig Verständnis für sie hatte, sie im Großen und Ganzen nicht nachvollziehen konnte. Denn bei all dem Stress und Streit vergaßen sie, für mich ihre eigenen Kinder.

Lesespaß

Eine bessere Gemeinsamkeit als Shakespeare hätte Autorin Ashley Herring Blake für Hadley und Sam nicht wählen können, denn vom Drama haben beide einiges mit einigen seiner Werke gemeinsam. Wie die scheinbar ausweglose Liebe zweier Kinder verfeindeter (zerstrittener) Familien zueinander.

Ob nun Sam oder Hadley an der Reihe waren, ich habe mit jedem von ihnen mitgefühlt. Wie viel angestaute Emotionen in ihnen köcheln und wie viel Verantwortungsbewusstsein gerade in Sam gegenüber Livy steckte.

Eigentlich war ich während des Lesens hin und her gerissen, zwischen der kribbligen Kernlernphase zwischen Sam und Hadley und dem großen Knall, der unweigerlich folgen musste, sobald Hadley die ganze Wahrheit erfährt. Dass die Wahrheit am Schluss doch eine etwas andere gewesen ist, hat mich überrascht und mir ergriffene Seufzer eingebracht.


Fazit

"Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine berührende Liebesgeschichte zweier Teenager, deren gesamtes bisheriges Familienleben aufgrund einer Entdeckung zur Lüge wandelte. Hadley und Sam haben sich unabhängig voneinander, von ihren Eltern entfremdet und jeder von ihnen hat einen eigenen Weg gefunden, damit umzugehen. Bis sie einander zufällig über den Weg laufen und sich selbst ineinander verlieben. "Liebe ist wie Drachensteigen" ist eine ganz wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Schuld und Wut, die am Ende mit einer kleinen Hoffnung belohnt. 5 Sterne.


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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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