Sonntag, 12. Februar 2017

~ Rezension ~ „Alles was ich von mir weiß“ von Adele Griffin

© Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag

Inhalt

„Als Ember einen schweren Autounfall verursacht und ihr Beifahrer Anthony dabei ums Leben kommt, ist nichts mehr so, wie es war. Ember überlebt schwer verletzt, kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Während ihre Eltern und Freunde nicht über die Geschehnisse reden wollen, stellt sich Ember immer wieder dieselben Fragen: Was ist in dieser Nacht passiert? Warum hat sie ihr Gedächtnis verloren? Und vor allem: Wer war Anthony?
Bei der Suche nach Antworten trifft sie auf den geheimnisvollen Kai, der sie wie kein anderer zu kennen scheint. Gemeinsam versuchen sie, der Vergangenheit nachzugehen. Aber ist Ember wirklich bereit, die Wahrheit zu erfahren?“ – Quelle Klappentext



Der erste Satz...

 
 

"Als ich vom Mittagessen zurückkam, hatten sie mein Zimmer leer geräumt." - Ember

 
Seite 7



Zwischen den Seiten

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"Alles was ich von mir weiß" ist Embers Spurensuche nach Erinnerungen. Nachdem sie nach einem schweren Verkehrsunfall nach Monaten Rehaklinik, endlich wieder nach Hause darf, beginnt die komplizierte Aufarbeitung. Denn Ember hat keine Erinnerungen an den Tag des Unfalls und an die Wochen davor.

Es ist zum Teil schwer für Ember ihren Alltag aufzunehmen, da ihr Körper nicht mehr derselbe ist, alte Träume müssen begraben werden, und die Eltern die sie gelegentlich wie ein rohes Ei behandeln.

Es sind Kleinigkeiten wie ein Satz, ein Gesicht oder ein Zeichen auf der Straße, die kleine Blitze in Ember auslösen und eine Erinnerung zurückbringen. Nicht immer leicht zu verarbeiten oder zu verstehen ist der Weg zurück auch eine Reise der Freundschaft, der Veränderung und dem Wandel.

Lese Spaß

Zum Thema des Autounfalls und dessen Folgen für Ember habe ich einen persönlicheren Bezug. Ich kenne jemanden, der so etwas selbst erleben musste und sich auch nicht mehr erinnern konnte. Die Gefühle die Ember in Bezug auf ihren mitgenommenen Körper beschreibt, haben mich deshalb noch mehr mitgenommen, weil es ähnliche Aussagen von meinem Bekannten gab.

Bei allem Mitgefühl für Ember, war sie mir aber oft zu anstrengend. Ember und ihr Exfreund Holden kommen sich wieder näher, Holden ist die Sorte Freund, die ihr Herzmädchen auf Händen tragen, immer zur Stelle ist, etwas romantisch verklärt und trotzdem sexy. Zeitgleich lernt Ember aber auch Kai kennen und auch hier sind Gefühle im Spiel. Sehr schnell intensiv und überzeugend. Es ist schon nachvollziehbar, dass Ember selbst nicht weiß, was sie möchte. Zumal da immer noch der junge Mann ist der mit Ember im Auto saß und dessen Präsenz ihr immer wieder begegnet.

Ember hat mich herausgefordert, da ich für klare Verhältnisse bin und nicht immer derselben Meinung mit ihr gewesen bin, war es zwischenzeitlich schwierig weiter zu lesen. Ich mochte es gar nicht, als sie wiederholt ihre beste Freundin und ihre Eltern vor den Kopf stößt und nicht versteht, dass sie sich auch nur um sie sorgen.

Immer stellt sich Ember in den Mittelpunkt, möchte das die anderen ihr den Freiraum geben, versteht aber selbst nicht, dass der Unfall an ihrer Umgebung selbst nicht spurlos vorbeigegangen ist.

Als dann das Beziehungsdreieck Holden-Ember-Kai seinen Höhepunkt erreichte, musste ich mich zum Weiterlesen zwingen, es waren schließlich nur noch ca. 100 Seiten, aber es war schwer mit Ember klar zu kommen.

Und dann kam der Schluss und die widersprechenden Gefühle in mir verpufften, denn alles wird übern Haufen geworfen und die Dinge die mich gestört haben und stehen plötzlich in einem anderen Licht da.

Fazit

"Alles, was ich von mir weiß", ist emotional und nicht immer einfach, weil Protagonistin Ember mit ihren Autounfall zu kämpfen hat, sie macht sich Vorwürfe, sie weiß, wer sie lange davor war, doch nicht mehr wer sie wenige Monate davor gewesen ist oder wer sie nun sein soll. Nicht immer war ich einer Meinung mit ihr und gerade Beziehungsdreiecke sind nicht mein Fall. Ich kann da nicht aus meiner Haut und bin für klare Verhältnisse. Ember windet sich da lieber länger und lässt leiden. Wegen der unterschiedlichen Meinungen, habe ich die Lust am Lesen verloren, ich habe schleppend weitergemacht. Zum Glück, denn der Schluss dreht alles in eine andere Richtung und hat mir den Wind aus den Segeln genommen, dass ich für diese gelungene Wendung 4 Sterne geben muss.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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