Freitag, 13. Januar 2017

~Rezension~ "Elenas Rabe" von A. L. Kahnau

© Cover- und Zitatrechte: Selfpublisher A.L. Kahnau


Inhalt

"Drei Dinge sind es, die Elena seit frühesten Kindertagen von ihren Eltern eingeprägt bekommt:

Tugend, Fleiß und vor allem Hilfsbereitschaft.

Doch dann trifft sie auf den skurrilen Corvid, der ihr offenbart, dass nichts so ist, wie es scheint und ihr eine Welt voller fantastischer Wesen vorstellt.

Elena gerät in einen Strudel aus Abenteuern, Mythen und Ungeheuerlichkeiten und der einzige Weg zurück führt durch den Goldenen Bogen, der erst dann erscheint, wenn sie es schafft, einen Krieg zu gewinnen, der nicht ihr eigener ist." - Quelle Klappentext




Der zufällige Satz...

 
 

Ihn sperrt sie aus. Mich sperrt sie ein. Aber das erste Mal in meinem Leben spüre ich den Drang, mich ihr zu widersetzen.“ - Elena

 
Seite 43



Zwischen den Seiten

"Elenas Rabe" ist das neue Buch der Autorin A.L. Kahnau und nimmt sich dem Märchen von Frau Holle - der Goldmarie und der Pechmarie an. Dabei landet die Protagonistin Elena plötzlich von unserer bekannten Welt durch einen Brunnen
Startseite von A.L. Kahnau
in der Anderswelt. In dieser Welt herrschen Magie und Zauber und alles kann ein klein weni gefährlich werden, von einem normalen Spaziergang bis zu einem Bad im See.


Aus der Anderswelt gelangt Elena nur nach Hause, wenn sie die verschwundene Frau Holle gefunden hat und sich ihr der magische Torbogen öffnet. Es reicht nicht nur aus, dass Elena in einen Kampf hineingezogen wird, der nicht eigener ist, sondern sie muss nun zu sich selbst finden und ihr Innerstes nach außen kehren. 

Dabei hat sie zu Hause schon genug Ärger, denn allmählich lehnt sie sich gegen die erzogenen Tugenden ihrer Eltern, wie bedingungslose Aufopferung und Hilfsbereitschaft auf, da sie damit oft in Schwierigkeiten gerät.

Corvid ist der einzige der ihr in der Anderswelt zur Seite steht und für sie da ist, auch wenn er manchmal merkwürdige Eigenschaften hat und es auch nicht so genau mit dem Schutz nimmt. Trotzdem beginnt Elena ihn mehr und mehr zu mögen, aber was ist wenn sie wieder nach Hause kommt?

Lesespaß

Mich hat "Elenas Rabe" mitgezogen, mir hat besonders die Zerrissenheit von Elena gefallen. Denn die Erwartungen ihrer Eltern decken sich nicht immer mit ihren eigenen Vorstellungen und das setzt sie unter Druck. Gerade im Umgang mit ihren Freunden fällt auf, dass sie Elena nicht ernst nehmen und sie ausnutzen. Elena ist nicht blind und erkennt das, aber es fällt ihr schwer, aus ihrer Erziehung auszubrechen.

In dem Sinne sind die Herausforderungen der Anderswelt gut für ihre persönliche Entwicklung. Elena lernt intuitiv, zu handeln und nicht alles mit dem Kopf zu zerdenken. Corvid der Junge aus der Anderswelt, der bereits in Elenas Welt ihr Interesse geweckt hilft ihr dabei.

Elena möchte nur nach Hause kommen und Corvid möchte, dass sie zuvor noch Frau Holle findet, damit wieder Frieden in der Anderswelt herrscht. Corvid, der gerne in Bäumen lebt und sich mit ihnen am liebsten (stumm) unterhält, ist anfänglich Elenas Beschützer. Verständlich, die Anderswelt birgt viele Gefahren, die Elena nicht kennt. Leider setzt Corvid am Anfang vieles als selbstverständlich voraus und wirkt belehrend, sobald er Elena retten muss. Das hat mir an ihm nicht gefallen, denn mit manchen Informationen vorab und mit mehr Feingefühl, hätten manche Begegnungen zwischen der Anderswelt und Elena gar nicht erst entstehen müssen. Bis auf diese kleine Corvid Schwäche ist er mir sympathisch und ich mag wie er und Elena einander näherkommen.

Elena steckt tiefer in dem Gut gegen Böse Konflikt der Anderswelt drin, als zunächst angenommen und am Ende schließt sich der Kreis auch zu den Auseinandersetzungen zu Hause.

Fazit

"Elenas Rabe" ist eine Märchen Variante, die neben eigenen Ideen, Elemente von Frau Holle aufgreift und daraus etwas Neues schafft. Elena ist zu einem höflichen jungen Mädchen erzogen worden, das lieber nur geben, statt verlangen soll. Aber nicht immer vereint sich das mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen. Die Anderswelt ist spannend und mystisch. Zwischen dem Gut und Böse Konflikt dieser Welt und den Problemen von Elena lassen sich Parallelen ziehen, die am Ende ein rundes Bild ergeben. 5 Sterne.


Danke liebe Lena für dieses Weihnachtsgeschenk. :)
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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Huhu Cindy,

    das Buch hatte ich bei FB auch schon entdeckt und mein Interesse wurde durch deine Rezi erst recht geweckt. "Frau Holle" ist definitiv mal ein Märchen, was nicht so oft neuinterpretiert wird.
    Aktuell lese ich von der Autorin "Blut wie die Liebe", um mir ihren Schreib-/Erzählstil mal anzuschauen. Ihre X-Reihe steht ja auch noch auf meiner WuLi... :) Bisher finde ich "Blut wie die Liebe" ganz unterhaltsam, bin aber noch nicht so weit gekommen.

    LG Alica

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    1. Hallo Alica,

      und wie gefällt dir "Blut wie die Liebe" mittlerweile? "Elenas Rabe" ist vom Märchen etwas Neues.
      Liebe Grüße Cindy

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    2. Justus taucht etwas oft "zufällig" auf, aber ansonsten gefällt es mir gut, habe aber erst 50% geschafft... (Im Moment komme ich zu wenig zum Lesen... >.>)

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