Mittwoch, 11. Januar 2017

~ Rezension ~ "Aschenkindel - Das wahre Märchen" von Halo Summer


© Cover- und Zitatrechte: HarperCollins


Inhalt

"Der Selfpublishing-Erfolg: Wenn Märchen wahr werden
Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt sie ein muffiges Turmzimmer, schuftet wie eine Dienstmagd und erträgt die Launen ihrer Stiefmutter, als sich an einen dahergelaufenen Prinzen zu ketten. So denkt sie – bis zu dem Tag, an dem sie im Verbotenen Wald einen Fremden trifft, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt …
Eine Geschichte, die verzaubert: Der Gewinner des Kindle Storyteller-Awards 2016" Quelle - Klappentext




Der erste Satz...

 
 

Ich bin nicht lieb. Vielleicht hätte ich bescheidener und demütiger auftreten müssen, damit mir das Schicksal eine Fee zuteilt, die sich als Segen für mein ärmliches Leben erweist, aber nein, ich muss diese Niete ziehen.“ - Claerie

 
Seite 5



Zwischen den Seiten

"Aschenkindel - Das wahre Märchen" ist eine andere Variante vom Aschenputtel Märchen. Es gibt einen Ball, um die zukünftige Frau des Prinzen zu finden oder
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die gute Fee, die alles daran setzt, ihren Schützling zur künftigen Königin des kleinen Reiches zu machen.


Claeries Heimat, Amberling, droht ein Krieg und die Gefahr vom großen Kinyptischen Kaiserreich geschluckt zu werden. An den heiratswilligen, verwöhnten Prinzen ist Claerie überhaupt nicht interessiert und bringt mit ihrem Dickschädel ihre gute Fee zur Verzweiflung. Die übrigens auch nicht viel mit der begabten Fee aus dem Märchen gemeinsam hat, nein, Claeries Fee gehört zu den schlechtesten Absolventinnen der Feenschule.

Missgeschicke und Turbulenzen sind da vorprogrammiert. Als Claerie dann noch im Verbotenen Wald einem Fremden begegnet, der ihr Herz höher schlagen lässt, weicht sie komplett vom gewohnten Cinderella Weg ab.

Heraus kommt ein eigensinniges, interessantes und überraschendes "Aschenkindel - Das wahre Märchen".

Lesespaß

Claerie die Ich-Erzählerin und das Aschenkindel zeigt sich besonders mutig und selbstbewusst, auch wenn sie wie gewohnt in dieser Version, das Dienstmädchen ihrer Stiefmutter und der Schwestern ist, hatte ich nicht das Gefühl ist, dass sie sich kleinmachen lässt. Sie hat alles im Griff und genießt ihr Leben gelegentlich mit einem frechen Spruch gegenüber der Familie oder der guten Fee.

Es ist nicht das Typische, Aschenputtel trifft Prinzen, verliebt sich Hals über Kopf in ihn und heiratet umgehend, sobald sie den Glas Pantoffel angesteckt bekommt. "Aschenkindel - Das wahre Märchen" setzt auf eine komplexere Handlung. Die Familienverhältnisse von Claerie bestehen nicht nur aus Schwarz und Weiß, wie es im Märchen von den Gebrüdern Grimm der Fall ist, es gibt Szenen, in denen ich Mitgefühl mit Schwestern und Stiefmutter hatte. Auch die Geschichte von Claeries Vater birgt Geheimnisse. Das Claerie einen richtigen Lebenslauf mit Höhen und Tiefen von Halo Summer bekommt, lässt sie nahbar werden. Auch das Claerie gerne für Wirbel sorgt, ist einfach mal was ganz anderes. Sie gefällt mir so, ganz gut.

Die Liebesgeschichte, die es hier gibt, hat mir anfänglich gut gefallen, weil sie sich langsam entwickelt. Am Ende stolpert die Handlung über den Krieg und wirklich tiefe, mich ergreifende Emotionen, die bei mir nicht ankamen. Mir hat im wahrsten Sinne das Feuer der Leidenschaft gefehlt und das muss ja nicht gleich in einer erotischen Bettszene enden, sondern kann auch ganz anders erreicht werden. Mehr Zweisamkeit zum Beispiel, schließlich hat der Krieg lange gedauert.

Fazit

"Aschenkindel - Das wahre Märchen" orientiert sich an das bekannte Märchen von Aschenputtel, allerdings entwickelt Autorin Halo Summer eine ganz eigene Version des beliebten Märchens. Sie legt mehr Wert auf eine Handlung drumherum, der Ball oder der Prinz sind definitiv nicht die Mittelpunkte im Leben von Aschenkindel Claerie. Sie ist mutig, selbstbewusst und lässt sich auch von der Stiefverwandschaft nicht aus der Ruhe bringen. Claerie liebt es, ihre gute Fee aus der Fassung zu bringen. Die Liebe erhält Zeit sich zu entwickeln, was mir gut gefallen hat, da es realistischer ist, als ein Abend des Kennenlernens und sofortiger ewigen Liebe. Nur der Funke der leidenschaftlichen Gefühle hat bei mir kein großes Feuer entfacht. 4 Sterne.


Danke an HarperCollins für das Rezensionsexemplar
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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Hey Cindy,

    da ist ja deine Rezi. :-)
    Über die Liebesgeschichte haben wir ja schon gesprochen.
    Mir hat diese Neuinterpretation sehr gut gefallen und ich fand es schön, das neue Aspekte in der Geschichte gewählt wurden.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,

      diese Interpretation wsr ganz gut mittlerweile habe ich aber "Die vierte Braut" gelesen und fand das sogar noch besser. :)
      Liebe Grüße Cindy

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  2. Huhu Cindy,

    eine tolle Rezension! Mir ist das Buch schon öfter über den Weg gelaufen, aber jetzt möchte ich es gerne haben! ♥.♥

    Auch dein Blog gefällt mir super, besonders die süße Kumo! Werde ab jetzt wohl öfter vorbeischauen. ;) Wenn du möchtest, kannst du auch mal bei einer meiner Manga-Lesenaächte vorbeischauen, die ich unregelmäßig veranstalte. Es kommt immer eine nette Truppe zusammen.

    Liebe Grüße
    Lena von Awkward Dangos

    http://awkward-dangos.blogspot.de/

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    1. Hallo Lena,

      schön das du vorbei schaust ich habe von dir und deiner tollen Aktion schon einiges von Alica (crashies wonderland) gehört. Ich hoffe sehr das ich mal die Gelegenheit habe teilzunehmen.
      Liebe Grüße Cindy

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  3. Huhu Cindy,

    auf die Rezi hatte ich ja schon gewartet. ;)
    Da sieht man mal, wie unterschiedlich Geschichten ankommen. Ich fand Claerie anfangs ja noch witzig und schlagfertig, aber ihre Art ging mir irgendwann auf den Keks, weil sie sich nicht wirklich geändert hat. Und am Ende fehlte mir einfach was. Der Krieg und ihre Beziehung zu ihrem Prinzen waren so kurz gehalten. Das war echt schade. :/ Auch etwas schade fand ich, dass die Welt so wenig erklärt wurde, weil es wohl innerhalb des Universums von Halo Summers längerer Reihe spielt. Da wurde mir vieles einfach nicht ordentlich eingeführt sondern für gegeben hingenommen...
    Aber eine neue, interessante Umsetzung des Märchens war es auf jeden Fall. ;) Und ich mochte die gute Fee sehr gerne.

    LG Alica

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    1. Hallo Alica,

      ja die Beziehung unter dem Gesichtspunkt des Krieges kam wirklich zu kurz und die Fee war klasse. :)
      Liebe Grüße Cindy

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