Dienstag, 8. November 2016

Rezension zu "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs - Band 2" von Cornelia Funke

© Cover- und Zitatrechte: Dressler Verlag (Verlagsgruppe Oetinger)

Inhalt

"Der Drachenreiter kehrt zurück! In der Abgeschiedenheit Norwegens erreicht Ben eine schreckliche Nachricht: Die letzten drei Pegasusfohlen werden vermutlich nie schlüpfen und mit ihnen werden die geflügelten Pferde für alle Zeit aus dieser Welt verschwinden. Um sie zu retten, machen sich Ben und Barnabas mit einem äußerst ungewöhnlichen Expeditionsteam auf den weiten Weg nach Indonesien, um dort eins der gefährlichsten Fabelwesen der Welt zu finden. Denn nur die Sonnenfeder eines Greifs kann die Fohlen vielleicht noch vor dem Tode bewahren. Doch Greife hassen Pferde, und das Wesen, dass sie als ihren ärgsten Feind betrachten, ist Bens bester Freund - ein Drache." - Quelle Klappentext



Der erste Satz...

 
 

Alles schien Lung so vertraut. Der nebelverhangene Wald vor dem Höhleneingang.
 
Seite 11



Zwischen den Seiten

"Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" wurde in echten Jahren ca. 20 Jahre nach dem ersten Drachenreiter Buch von Autorin Cornelia Funke geschrieben und veröffentlicht. Inhaltlich sind nur 2 Jahre vergangen. Ben wurde mittlerweile von den Wiesengrunds adoptiert und ist glücklich mit seiner neuen Familie, aber er ist auch mit dem ganzen Herzen ein Drachenreiter. Was genau Ben möchte, damit wird im Verlauf oft konfrontiert, schließlich reift er daran.

Die Wiesengrunds haben sich zur Aufgabe gemacht eine Zuflucht für Fabelwesen - jeder Art, ob Drachen, Troll, Wichtel oder Meerjungfrau zu schaffen. MÍMAMEIDR heißt dieser Ort und
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unterstützt werden sie von einem weltweiten Netzwerk freiwilliger Wesen, Tiere und Menschen, die sich ebenfalls dem Schutz der seltenen Geschöpfe vor menschlicher Gier und Neugier verschrieben haben.

Die Organisation bringt viele neue Figuren in die Geschichte und sorgt für Schwung. "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" hat einen großen Sprung hinein in die aktuelle Zeit gemacht, dass zeigen die technischen Spielereien besonders gut. Plötzlich gibt es Laptops oder Handys und dabei sind doch gerade mal 2 Jahre vergangen. Diese Veränderungen können, den Lesern auffallen, die in der Zwischenzeit selbst erwachsen geworden sind. Ob es Jüngeren, der Zielgruppe von ab 10-Jährigen auch so geht, kann ich schwer einschätzen.

Die Richtung, die " ist im Vergleich zum Vorgänger eine andere. Die Aufgabe, nämlich die Rettung der Pegasuseier scheint zwar wieder gefährlich und unlösbar, doch wissen sie jetzt genau, wo sie suchen müssen. Das, was sie für die Rettung dringend benötigen, erhalten nur von einem Greif.

Um ihr Ziel zu erreichen, müssen die Figuren noch mehr als Gruppe zusammenarbeiten und stehen manches Mal vor kleinen und großen Hürden.

Um mit den Greifen eine Einigung zu erzielen, haben die Freunde nicht lange Zeit, denn die Zeit ist knapp und mit jeder vergangenen Sekunde schweben die Fohlen in Lebensgefahr.

Lesespaß

Mir fällt es ganz doll schwer den "Drachenreiter" - den ich wirklich im Kindesalter lesen durfte und der mich so mitgenommen hat, dass ich das Buch seit dem in meinem Herzen trage, mit "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" zu vergleichen. Es geht gar nicht, denn beide Bücher sprechen ihre eigene Sprache und mich unterschiedlich an. Es war großartig, dass ich im ersten Buch den Figuren Ben, Fliegenbein, Schwefelfell oder Lung nahekommen durfte. Gerade wenn sich Schwefelfell mit Fliegenbein stritt, doch ist die Figurenvielfalt in "Die Feder eines Greifs" auch toll. Neue Wesen haben mein Herz erobert. Dadurch dass die Wesengrund mit MÍMAMEIDR ein Zuhause für magische oder seltene Geschöpfe gegründet haben, können viele weitere Geschichten entstehen.

Wer weiß vielleicht wird in späteren Abenteuern eine neue Generation Drachen entstehen oder es gibt Yeti Abenteuer oder Fliegenbein findet Gesellen, die ihm ähnlich sind. Vielleicht werden Guinever und Ben auch irgendwann selbst erwachsen. Es gibt so viele Möglichkeiten und ich freue mich schon auf weitere Bücher.

Cornelia Funkes Fantasie ist groß und ihre Liebe für ihre Schöpfungen mit jedem Wort spürbar. Der Schreibstil für mich großartig, sie gibt den Figuren wiedererkennbare Stimmen. Es sind dieses Mal wieder nicht die offensichtlichen Hauptfiguren, mit denen sie mich bekommen hat, sondern die kleinen wie zum Beispiel die abenteuerlustige Lola Grauschwanz oder der Troll Hothbrood, um mir seinen Namen merken zu können, habe ich an "hot Brot" gedacht. Ich freue mich auf mehr.

Fazit

In "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" geht die Geschichte von Ben und seinen Freunden weiter. Mittlerweile ist es ihre Aufgabe Fabelwesen zu beschützen und in diesem Buch benötigt ein Pegasus Vater diese Hilfe, damit sein Nachwuchs überleben kann. Es geht hier viel mehr um die Fabelwelt als um die Drachen im Einzelnen. Manche Figuren, Drachenreiter" stellen sich jetzt in den Hintergrund. Lange war ich unschlüssig, ob mir diese Entwicklung oder auch die rasante Modernisierung vor allem im technischen Bereich, gefällt. Schlussendlich habe ich beschlossen: Ja, das ist in Ordnung.

Jedes Drachenreiter Buch kann auch gut für sich alleine stehen und die Entwicklung bietet Möglichkeiten das Buch auf eine langfristige Reihe anzulegen und ich möchte gerne noch oft in diese Welt eintauchen und neue Charaktere kennenlernen. Doch diese Entscheidung sollte, wer "Drachenreiter" vor vielen Jahren in der eigenen Kindheit gelesen hat und nun nach ca. 20 Jahren das zweite Buch gelesen oder noch lesen wird, für sich treffen. Auch wenn da viel Neues kam, so ist der "alte" Charme nie komplett verschwunden, 5 Sterne.

Die Drachenreiter Reihe im Überblick

Drachenreiter 1 - meine Rezension
Drachenreiter 2 - Die Feder eines Greifs
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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

1 Kommentar:

  1. Hey liebe Cindy,

    sehr lustig wie du dir den Namen von Hothbrood gemerkt hast :-)
    Ich finde auch, dass man die beiden Bücher nicht wirklich vergleichen kann. Denn jedes hat seinen ganz eigenen Charme.

    Liebe Grüße
    Sandra

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