Freitag, 11. November 2016

Rezension zu "Der 13. Stuhl" von Dave Shelton

© Cover- und Zitatrechte: Königskinder Verlag

Inhalt

"Dämonische Katzen und manische Schriftsteller - 13 Geschichten von klassisch bis modern - Sie erwarten ihn schon. In einem großen, leeren Zimmer stehen 13 Stühle. Nur einer ist noch nicht besetzt. 12 merkwürdige Gestalten warten dort, jeder vor einer brennenden Kerze. Sie streiten, sie lachen und dann erzählen sie, einer nach dem anderen, ihre Geschichte: von Tod und Verderben, von Mord und Rache. Bis nur noch Jack übrig ist, nur noch eine Kerze, allein im Dunkeln. Und er endlich begreift, welche Geschichte er erzählen muss..." - Quelle Klappentext




Der erste Satz...

 
 

Jack steht im Dunkeln auf dem Flur des alten Hauses und schaut auf seine Füße.
 
Seite 5




Zwischen den Seiten

Herbst, regenreiche Tage, es wird früh dunkel, da machen Gruselgeschichten um so mehr Freude.

"Der 13. Stuhl" ist äußerst undurchsichtig, mysteriös und beinahe distanziert. Die Geschichten, die, von den 13 Menschen erzählt werden, haben alle etwas gemeinsam sie sind unheimlich und bilden das Herzstück des Buches. Oft habe ich mich gefragt, warum den Figuren so etwas widerfahren musste? Wann 
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begangen sie einen Fehler zu machen, der ein solches Schicksal rechtfertigte? Bei einigen Geschichten, dagegen konnte ich es nachvollziehen. Zum Beispiel bei dem Mann, der einen Unfall verursachte und Fahrerflucht beging. Außer dieser Geschichte sind mir noch besonders die Schreckenskatze Oswald und der Immobilienmakler im Gedächtnis geblieben.


12 Personen sitzen um einen Tisch herum vor ihnen eine Kerze, die Schatten auf die Gesichter wirft. Jack, ungefähr 13 Jahre alt, weiß nicht was ihn dazu gebracht, dieses schaurige dunkle große Haus zu betreten. Auch nicht was ihn in das Zimmer zog, aber er scheint erleichtert zu sein Menschen anzutreffen. Einige sind ihm gegenüber freundlich, es gibt sogar zwei weitere Kinder.

Bis sie anfangen nacheinander ihre Mord lüsternden Geschichten zu erzählen, bis nur noch Jack und ein weiterer Herr übrig sind.

Lesespaß

Der Schreibstil ist flüssig und durch die wechselnden Erzähler auch abwechslungsreich, die optische Aufmachung der einzelnen Geschichten macht es dem Leser leicht zu merken, wann eine Geschichte endet und die eigentliche Handlung weiterläuft.

Viel erfährt man allerdings nicht während dieser Zeit. Jack, die Hauptfigur bleibt genau, wie die anderen Figuren nur oberflächlich skizziert. Zwar hatte ich recht früh Vermutungen, weshalb Jack in dieser illustren Runde gelandet ist und was der Kern der Geschichten sein sollte, allerdings Fragen nach dem Warum, was ist, genau vorgefallen werden nicht erklärt.

Es gibt eine Stelle im Buch, in welche Frances Crane einen plötzlichen Gefühlsausbruch erleidet, welcher mich abgeholt hat. Hier hätte ich das Drama stärker nach vorne geholt bekommen, anstatt mir meinen Teil zu denken.

Es sind einerseits die unterschiedlichen Erzählungen und andererseits die Neugier, welche Rolle Jack am Ende des Buches angedacht wurde, die zum Weiterlesen verleiten.

"Der 13. Stuhl" lebt von der erzeugten Stimmung und kann unheimlich, gruselig und spannend werden, doch am Ende hatte ich das Gefühl nur minimal schlauer als am Anfang zu sein. Irgendwie drehte ich mich im Kreis.

Fazit

"Der 13. Stuhl" von Dave Shelton ist eine richtige Gruselgeschichte. Es werden 13 Geschichten von 13 Personen erzählt. Manche dieser Erzählungen erzeugen Gänsehaut, andere werfen nur weitere Fragen auf. Als Leser fiebert man von Geschichte zu Geschichte mit. Aus welchem Grund ist Jack in diesem Haus? Und welche Geschichte wird er erzählen? Es gibt im Verlauf nur wenige Antworten, einiges konnte ich mir selbst zusammenreimen, allerdings weiß ich im Nachhinein nicht, ob meine Vermutungen korrekt waren. Alle Charaktere bleiben leider nur an der Oberfläche skizziert, was es nicht einfacher machte, Antworten zu finden und aus diesem Grund bekommt "Der 13. Stuhl" von mir 4 Sterne.



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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Hi Cindy!

    Hach, ich brauche dieses Buch unbedingt, denn ich möchte nach deiner Rezension nur noch mehr wissen, was es mit den 13 Geschichten auf sich hat und ob ich mir am Ende auch noch unsicher bin, was meine Vermutungen angeht :) Dieses Buch werde ich mir also definitiv vom Weihnachtsmann wünschen ;D

    Liebe Grüße
    Laura

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    1. Hi Laura,

      ja das musst du auf deiner Liste für den Weihnachtsmann unbedingt drauf tun, denn ich bin gespannt was du zu diesem Königskind sagst. Ich möchte so gerne mit dir darüber sprechen. :D
      Liebe Grüße Cindy

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