Samstag, 22. Oktober 2016

Rezension zu "Remember Mia" von Alexandra Burt

© Cover- und Zitatrechte: dtv premium Verlag


Inhalt


"Ein Baby verschwindet spurlos aus einem New Yorker Apartment. Tage später wird die Mutter schwerverletzt aus dem Wrack ihres Wagens geborgen - meilenweit von New York entfernt. Estelle leidet an Amnesie und kämpft verzweifelt darum, ihr Gedächtnis wiederzuerlangen. Was ist mit ihrem Kind geschehen? Hat jemand das Baby entführt? Oder - hat sie selbst etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun?" - Quelle Klappentext




Der erste zufällige Satz...

 
 

Eine Stimme aus dem Nirgendwo. Meine Gedanken bewegen sich schwerfällig.“
 
Seite 8





Zwischen den Seiten

Dass Estelle nach einem Unfall nicht weiß, was mit ihrer sieben Monate alten Tochter Mia geschehen ist, ist stellvertretend für alle Eltern, dass schlimmste was einem zustoßen kann.

Blut, viel Blut blitzt gelegentlich vor ihrem inneren Auge auf. Estelle hat spürbar Angst ihrer Tochter etwas angetan, zu haben. Zu mal die Beweise gegen sie zu sprechen scheinen und selbst ihr Ehemann, Jack ist ihr gegenüber skeptisch,
Startseite vom dtv
immer daran interessiert, was mit Mia geschehen ist.


Hat Estelle oder hat sie nicht? Das ist die große Frage, um die dieser Roman kreist. Um die Erscheinung von "Remember Mia" hat der dtv Verlag die Bloggergemeinschaft dazu aufgerufen, eigene Vermutungen anzustellen, was mit Mia und Estelle passiert sein könnte.

In diesen Zusammenhang las ich einige spannende Ideen, die meine Neugier beflügelte, selbst herauszufinden, was nun aus Mia geworden ist.

Die Idee, dass Estelle unter einer Amnesie, hervorgerufen durch den Autounfall und die eventuelle begangene Tat, fand, ich super, nur die Umsetzung hat nicht ganz meinen Nerv getroffen.

Estelle ist die Ich-Erzählerin und sie rekonstruiert ihre Erinnerungen, mal von alleine, dann durch Impulse oder viel mit ihrer therapeutischen Hilfe. Für mich setzt Estelle zu weit in der Vergangenheit an, die Erlebnisse sind schon erlebt und haben mich nach und nach, immer weniger aktiv mitgenommen. Ich wollte so gerne im geschehenden Augenblick den Moment mit erleben.

Lesespaß

Von einem temporeichen Roman ist im Klappeninnentext die Rede. Mir blieb "Remember Mia" zu ruhig. Estelle wirkte auch zu sehr distanziert. Dabei habe ich ihr die Verzweiflung schon abgekauft. Ich fand das sogar erschreckend, dass keiner gemerkt hat, dass es ihr nach der Geburt von Mia nicht gut ging. Ihre Gedanken, welche ihr durch den Kopf gingen, wenn sie die Kleine einfach nicht beruhigen konnte, zeigen deutlich ihre Probleme, erzeugten bei mir großes Verständnis.

Allerdings hat mir der zündende Funke, der mich ganz gar verschlingen sollte, gefehlt. Leider haben mich die Wendungen auch nicht sonderlich überrascht. Der Schreibstil war gut, ließ sich gut lesen. Zwischen drin tauchen polizeiliche Meldungen auf, die den aktuellen Stand der Ermittlungen wiedergeben und den Lesefluss lockern.

Schade fand ich, dass sich scheinbar alles um Estelle als Figur konzentriert hat. Vielleicht kam dadurch auch meine Distanz zu ihr, zustande.

Der Ausgang von "Remember Mia" ist durchaus realistisch, hätte jedoch am Ende gerne noch etwas mehr ausgeschmückt werden.

Fazit

Mich haben die Fragen, ob die junge Mutter Estelle ihr Baby umgebracht hat, wenn ja aus welchem Grund oder ob das Mädchen entführt wurde, im Vorfeld ungemein gereizt und mich zu dem Buch greifen lassen. Der Einstieg ist spannend und man mag gar nicht darüber nachdenken, ob Estelle einem Leid tun soll oder ob man, in ihr die Täterin sehen soll? Leider büßte "Remember Mia" bei mir einige Punkte ein, weil sich Estelle zu viel in Vergangenes verweilt, anstatt aktiv die Geschichte zu erleben. Weshalb wir beide nicht komplett zueinanderfinden konnten und andere Figuren gab es kaum. Im Ganzen betrachtet empfinde ich "Remember Mia" weniger als einen trmporeichen, sondern vielmehr als einen ruhigen Thriller von der Umsetzung. 3 Sterne

_____________________________________________________
© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hast Du ein Lob, eine Anregung oder vielleicht eine konstruktive Kritik für mich? Ich freue mich, wenn du mir dazu ein Kommentar hinterlässt.