Samstag, 27. August 2016

Rezension zu "Sunshine Girl - Die Heimsuchung" von Paige McKenzie mit Alyssa Sheinmel

© Cover- und Zitatrechte: bloomoon

Inhalt

"Kurz nach ihrem sechszehnten Geburtstag zieht Sunshine mit ihrer Mutter Kat vom sonnigen Texas ins verregnete Washington. Vom ersten Moment an spürt sie, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Türen schließen von selbst, kalter Wind zieht durch geschlossene Fenster, nachts hört Sunshine Lachen und Seufzen - doch niemand glaubt ihr. Einzig ihr Mitschüler Nolan, dessen Großvater ein berüchtigter Geisterjäger war, erklärt sie nicht für verrückt..." - Auszug Klappentext



Der zufällige Satz...

 
 

Sunshine hat keine Ahnung, dass ich sie beobachte
 
Seite 76 Zeile 1


















Zwischen den Seiten

"Sunshine Girl - Die Heimsuchung" ist obgleich des fröhlich klingenden Namen "Sunshine Girl" eine gruslige Spukhausgeschichte. Hier spielen die Autorinnen Paige McKenzie und Alyssa Sheinmel gekonnt, mit einigen physischen Elementen aus dem Gruselgenre: unheimliches Haus, Kinderlachen, Geräusche, Fußtrappeln und Wasser.
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Spätestens als Sunshine, den Geist des kleinen Mädchens, flehentlich schreien hört und das viele Wasser, hat mich das Buch gepackt und nicht mehr losgelassen. Während ich diese besondere Stelle las, war alles um mich herum still, dunkel, nur der Regeln prasselte gegen die Fensterscheiben - eine bessere Kulisse gibt es nicht. Sunshine ist hier die Ich-Erzählerin, gelegentlich spricht sie den Leser direkt an.


Sunshine ist 16 Jahre, tollpatschig und liebt Secondhandklamotten kaufen, sie selbst beschreibt sich im Vergleich zu anderen Teenagern, insbesondere mit ihrer besten Freundin Ashley, als sonderbar, weil sie einen ganz eigenen Klamottengeschmack hat, weil sie alte Dinge mag und ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Mutter Kat hat. Sunshine braucht nicht viele Freunde, um glücklich zu sein. Für mich war sie nicht sonderbar, wie sie es gerade am Anfang oft wiederholt.

Sunshine war mir auf Anhieb sympathisch, denn sie erweist sich als mutig und freundlich. Im Kunstunterricht, lernt sie Nolan kennen. Nolan scheint ebenfalls einen Hang für Secondhandklamotten zu haben, und als Sunshine ihm später anvertraut, dass sie sich sicher ist, dass es in ihrem Haus spukt, hält Nolan sie nicht für verrückt. Er erweist sich im Verlauf sogar als sehr nützlicher alles recherchierender Bücherwurm. Denn die Heimsuchung der Geister wird vor allem für Kat zunehmend eine Gefahr. Sie verändert sich immer mehr und Sunshine macht diese schwindene Nähe zu schaffen.

Neben Sunshine, gibt es allerdings einen zweiten Erzähler, einen geheimen Beobachter, der Sunshine nicht aus den Augen lässt und der nach und nach die Erkenntnis zu lässt, dass die Heimsuchung im Haus nicht zufällig stattfindet, sondern eng an Sunshines Person geknüpft ist.

Mir ist beim Lesen, allerdings aufgefallen, dass die vorkommenden Figuren und Szenen sehr übersichtlich begrenzt wurden, hat mich aber ehrlich nicht gestört.


Lesespaß

Schon das erste Kapitel von "Sunshine Girl - Die Heimsuchung", welches noch eine Szene im heißen Austin, Texas beschreibt, erzeugt einen kleinen Gänsehautmoment und anschließend in Ridgemont Washington wird diese Atmosphäre weiter verstärkt. Es ist der viele Regen, die Schilderungen von Sunshine, das sie regelrecht friert in ihrem Haus oder die Geräusche die ein ausführliches Bild erschaffen. Und mich emotional einfangen.

Auch die Freundschaft von Sunshine und Nolan wirft Fragen auf, weil Sunshine sich seltsam in Nolans Gegenwart fühlt, der Beobachter stachelt diese Fragen weiter an. Und überhaupt hüllt sich der Beobachter in Andeutungen und Geheimnissen. Nachdem Nolan und Sunshine bewusst wird, dass nur Sunshine die Geheimnisse lösen und die Geistergeschichten in ihrem Haus beenden kann, zieht sich die Handlung etwas, da die beiden lange auf sich allein gestellt sind und ihre Antworten alleine finden müssen.

Doch eines sollte hier klar sein, wer schon einiges an Gespensterfilme oder Serienerfahrung wie zum Beispiel "Ghost Whisperer" gesammelt hat, den wird "Sunshine Girl Die Heimsuchung" nun nicht groß überraschen.

"Mom hat mich zwar nur aufgezogen, als sie mich gefragt hat, ob ich mich sicher fühle, wenn sie mich in einem Spukhaus allein lässt, aber jetzt weiß ich: Wenn man in eins eingezogen ist, ist man nie wieder ganz allein."
- Sunshine - Seite 34


Ich mag solche unheimlichen Geschichten um alte Häuser, ruhelose Seelen oder tragische Familiengeschichten. Gewaltexzesse, dagegen mag ich gar nicht und das bietet dieser Roman zum Glück überhaupt nicht, weshalb er weiterhin für Jugendliche geeignet bleibt.

Der Schreibstil ist bildlich und ist für mich so flüssig spannend gewesen, das ich, das Buch innerhalb weniger Tage beendet hat. Wäre da nicht ein fieser Schluss, welcher das Warten auf Teil 2 unerträglich macht.

Fazit

Ein Umzug von einem Sonnenstaat in einem Regenstaat, ein unheimliches Haus, das ganz bestimmt Stimmen und weitere seltsame Geräusche wie das Lachen eines Mädchen und ganz viel Wasser, das ist, um es mit Kats Worten zu sagen "gruseltastisch" und genau das macht für mich den Reiz von "Sunshine Girl - Die Heimsuchung". Die Geschichte wird spannend und bildlich erzählt, so das mich kleinere Längen nicht weiter gestört, zu sehr wollte ich mit den sympathischen Protagonisten Sunshine und Nolan die Geheimnisse um die Geister und Sunshine lösen. Band 2 erwarte ich mit Spannung. 5 Sterne.




Die Sunshine Reihe im Überblick

Sunshine Girl - Die Heimsuchung Band 1: Meine Rezension
Sunshine Girl - The Awaking Band 2 bisher nur auf Englisch erschienen 04/2016

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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Liebe Cindy,
    super, du hast die Rezi schon fertig. Ein fieser Schluss? Das mag ich ja sehr gerne, wäre dann immer nur schon der nächste Band zur Hand. Aber das ist das Los der Blogger, die viele Neuerscheinungen lesen. Freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Jetzt bin ich erst Recht gespannt :-)
    Grüße dich lieb,
    Damaris

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    1. Liebe Damaris,

      ein ganz fieser Schluss, ein von der Sorte Satzpunkt-letzte-Seite-Ende. Die sind ganz besonders heimtückisch, habe mehrmals zurückgeblättert, aber nein, da war wirklich nichts mehr. Wie gut, dass ich mit meinem SuB selten hinterher komme, da hab ich noch viele abgeschlossene Serien, die mich nicht so ärgern werden. :D
      Wünsche dir viel Spaß, beim Lesen und bin auch gespannt, was du sagst.
      Ganz liebe Grüße Cindy

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  2. Huhu, Cindy!

    Das Buch hat dir ja richtig gut gefallen:D Das Ende fand ich auch gemein und ich hoffe, dass Band 2 doch relativ bald erscheint! Mir gefiel allerdings die Spannungskurve nicht sooo sehr, je weiter die Story voranschritt, umso "langweiliger" wurde es. Ist jetzt vielleicht etwas zuuu krass ausgedrückt, aber ich entdeckte nur noch wenig Neues.
    Schöne Rezi!

    LG, Claudia:)

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    1. Hallo Claudia,

      vielen Dank, meinen Kommentar findest du unter deiner Rezension. :) Liebe Grüße Cindy

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