Mittwoch, 3. August 2016

Rezension zu "Jane & Miss Tennyson" von Emma Mills

© Cover- und Zitatrechte:Königskinder Verlag



Die Liebe kennt keinen Stolz und kein Vorurteil


Inhalt

"Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich
Startseite vom Königskinder Verlag
attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat." - Quelle Klappentext 



Der erste Satz


"Der Aufsatz für meine Collegebewerbung hieß 'Schulessen, die Temple-Sterling-Highschool und ich' und war genauso grauenhaft, wie der Titel vermuten lässt." - Devon Seite 7

Zwischen den Seiten

Devon lebt in Amerika geht dort auf die Highschool  und ist einseitig in ihrem besten Freund Cas verliebt. Da Cas in der Football Mannschaft ist, lässt Devon keines seiner Spiele aus. Allmählich muss sich Devon Gedanken um ihre Zukunft machen und sich mit den College Bewerbungen auseinander setzen. Aber Devon hat keinen Plan was sie schreiben soll, sie mag die Romane von Jane Austen, aber wie würde es angekommen, wenn sie sagen würde, sie wünschte ihr Leben wäre genauso wie das von Elisabeth Benning aus Stolz und Vorurteil?

Was Devon jedoch nicht ahnt, mit dem Auftauchen ihres jüngeren Cousins Foster, kommt ihr Leben "Stolz  und Vorurteil" näher.

Devon ist ein Kumpel Typ Mädchen, was sie gerade in Bezug auf ihren Kumpel Cas stört. Denn er hat Augen für viele Mädchen, aber Devon schaut er nicht begehrend an. Für Devon ist das zum Haare raufen. Ihre Gelassenheit wird auch durch Forster auf die Probe gestellt, da er ausgerechnet die Schwingungen und Nuancen wahrnimmt, für die Cas blind ist. Von allen Figuren die in "Jane und Miss Tennyson" auftreten, ist Forster die beste und garantiert, nicht nur bei mir der größte Sympathieträger. 

Foster ist ein wenig eigen, er sagt immer was er denkt und er macht was er möchte. Es ist doch nicht sein Problem, dass andere ihn merkwürdig finden, nur weil er während einer Party lieber angezogen in einer Badewanne hockt. Devon bringt er durch diese Aktionen mächtig in Verlegenheit und nicht nur einmal wünscht sie sich, wieder Einzelkind zu sein. Durch Foster lernt Devon ungewollt  Ezra den Star der Football Mannschaft näher kennen, den sie nicht leiden kann, weil er arrogant ist und den viel beliebteren Cas seine Möglichkeiten verbaut.

Lesespaß 

Emma Mills lässt Devon zur Erzählerin werden und deren Sprachstil ist ab und zu ironisch/sarkastisch, was mich gut unterhalten hat. Gerade über Foster habe ich viel gelacht und war zugleich getroffen von seiner Hintergrundgeschichte.
Ich liebe „Stolz und Vorurteil“ genauso wie Devon. Deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Mir hat die Geschichte von Devon und ihren Mr. Darcy Spaß gemacht. Wer sich mit „Stolz und Vorurteil“ auskennt, wird schnell erraten, welche Figur die Rolle von Mr. Darcy einnimmt. Das Kennenlernen von Devon und „Mr. Darcy“, fand ich gelungen, weil es zwischenzeitlich schon ordentlich gefunkt hat. 

Durch einen Artikel in der Schülerzeitung steht „Mr. Darcy“ schlecht da, doch Devon zögert eine Entschuldigung nicht unnötig hinaus und das hat mir gefallen. 

"Ist es da zu viel verlangt, sich zu wünschen, dass ein bisschen mehr Zeit auf den Ich-liebe-dich-und-mit-dir-zusammen-sein-Teil verwendet wird? Es war der allerbeste Teil und den wollte ich ausgeschmückt haben." - Devon Seite 64

Ja, das mag ich auch ganz gerne, leider kommt das ausgeschmückt werden hier auch wieder zu kurz.

Der Anfang und die Entwicklung von Devon und ihrer eigenen "Stolz und Vorurteil" Version läuft gut an, gegen Ende hatte ich das Gefühl die Luft ist raus und der Schluss muss schnell herbeigeführt werden, für mich ging die Romantik dabei verloren.

Fazit 

"Jane und Miss Tennyson" ist eine Highschool Variante von „Stolz und Vorurteil“. Wer in dieser Version in die einzelnen Rollen schlüpfen, wird schnell klar. Devon unterhält mit ihrem Erzählstil und die Begegnungen zwischen ihr und ihrem „Mister Darcy“ haben eine gute Portion von Funken sprühen. Schade allerdings, dass das Ende abrupt daher kommt. 4 Sterne.



_____________________________________________________
© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Hey Cindy,

    oh wie toll - ich mochte das Buch ja sehr. Es war für mich unglaublich authentisch, was die Highschool betraf und hat mir einfach aufgrund dieser unglaublich sympathischen Charaktere noch mehr gefallen. Deinen Kritikpunkt, dass zum Ende die Luft raus war, habe ich in der Leserunde damals aber auch öfter gelesen.

    Ich habe durch viel Losglück "Alles was ich sehe" aus dem Frühjahrsprogramm gewonnen und hoffe, hier eine ebenso großartige Geschichte zu bekommen.

    Liebe Grüße,
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo liebe Anna,

      mir hat die Highschool auch gefallen und es hat ja auch alles gepasst, nur wäre am Ende die Luft nicht rausgewesen, wäre mein Lesespaß runder gewesen.

      "Alles was ich sehe" interessiert mich ja auch und ich hoffe es gefällt dir. Bei nächster Gelegenheit werde ich bei dir stöbern kommen.

      Liebe Grüße Cindy

      Löschen

Hast Du ein Lob, eine Anregung oder vielleicht eine konstruktive Kritik für mich? Ich freue mich, wenn du mir dazu ein Kommentar hinterlässt.