Sonntag, 24. April 2016

Rezension zu „Zwei für immer“ von Andy Jones

© Cover- und Zitatrechte: Aufbau Verlag

Inhalt

„Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass daraus etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist. Und es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte…“ – Quelle Klappentext




Der erste Satz...
 
 

„Die Leute fragen: 'Wie lange seid ihr schon zusammen? Und wie habt ihr euch kennengelernt?'“
 
Seite 7 Zeile 1 bis Zeile 2



Meinung

„Zwei für immer“ von Andy Jones ist ein Liebesroman mit männlicher Hauptfigur. William Fisher, kurz Fisher genannt, führt in der Ich-Perspektive durch diesen Roman und hat dabei des Öfteren Kopfkino, der witzigen Art. Wer die Figur des J.D. aus der Fernsehserie „Scrubs“ kennt, wird wissen, was ich meine. Denn J.D. triftet gelegentlich, auch in seine eigene Gedankenwelt ab.

Ivy und Fisher folgen in ihrer Beziehung keinen normalen Weg, als sie sich kennenlernen, ist es eher die gegenseitige körperliche Anziehung, die auf sie
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einwirkt. Sie genießen ihre Freiheit und die Tage, die sie nur mit Sex verbringen. Trotzdem ist sich, Fisher schon da sicher, dass Ivy seine Traumfrau ist. Sie ist klug und dass sie im Bett so gut zueinanderpassen, ist nicht unbedingt das Schlechteste für eine Beziehung. Nach dem Ivy Fisher von der Schwangerschaft berichtet, ist er noch mehr Feuer und Flamme für sie. Hals über Kopf zieht er zu Ivy in die Wohnung.


Ich mochte Fisher sehr, weil er die Eigenschaft hat, sich ganz und gar auf eine Sache einzulassen und dabei trotzdem noch eigenständig zu bleiben. Ivy wird zu seinem Mittelpunkt und trotzdem verbringt Fisher Zeit mit Freunden und Kollegen, ohne dass Ivy dabei ist. Schade ist nur, dass es Ivy schwerfällt, zu sehen, was Fisher für sie leistet und was sie selbst von ihm erwartet. Denn als Ivys Bruder vorübergehend bei den beiden einzieht und sich benimmt wie ein Elefant im Porzellanladen, war ich ganz bei Fisher, der sich darüber aufgeregt hat und es nicht verstanden hat, dass Ivy seine Sicht so nicht akzeptieren wollte.

"Manchmal bin ich so dumm, dass es geradezu beeindruckend ist" - Fisher Seite 59

"Sie kriegt die Schwangerschaftsübelkeit, ich krieg die WC-Ente - das ist nur fair." - Fisher Seite 65

Der Grundton von „Zwei für immer“ ist weitestgehend positiv und lustig, nur wenn Fisher Zeit mit seinem besten Freund Phil, der an der unheilbaren Huffington Krankheit erkrankt ist, verbringt, kommt Melancholie auf. In dessen Verlauf sein Körper immer weniger selbstständige Funktionen übernimmt. Phil benötigt, bei den einfachsten, selbstverständlichsten Dingen im Leben Hilfe, zusätzlich verliert er mit der Zeit sein Gedächtnis. Der Verlauf seiner Krankheit ist tödlich. Das ist allen Beteiligten, Fisher, Phil und dessen Lebensgefährten bewusst und dennoch gelingt es dem Autor, hier ganz humorvolle Situationen zu kreieren. Man merkt, dass die Charaktere ihre Lebensfreude nicht verlieren.

Mit Ivy und Fisher wächst das Baby im Bauch heran und man ist mittendrin, in den Freuden und Vorbereitungen der Schwangerschaft. Ein Buch, mit dem ich mich wohlgefühlt und viel gelacht habe. Leider wird es einen Switch geben, den ich so nicht erwartet habe und den ich nicht gut fand. Nicht weil dieser Bruch weit hergeholt ist, sondern weil er fast zum Ende des Romans eintritt. Ich fand die Figuren hatten nicht genügend Zeit sich damit auseinander zusetzen und das wäre in dieser Situation wichtig gewesen. Deshalb empfand ich das Ende auch als zu gedrückt, denn diese schlimme Sache war dann zu schnell behoben. Für mich nicht realistisch, ein paar mehr Seiten oder diese Wendung früher, hätte dem Roman besser getan.

Fazit

Fisher ist ein Entertainer als Ich-Erzähler, es hat mir Spaß gemacht, ihn zu begleiten und die Beziehung von Ivy und ihm im doppelten Sinne wachsen zu sehen. Einziger Minuspunkt in diesem Liebesroman ist die Wendung, die fast zum Ende in die Handlung eingreift, die mehr Bewältigungszeit gebraucht hätte, jedoch zu schnell von allen Beteiligten gelöst wurde. 4 Sterne.


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