Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension zu "Die letzte Drachentöterin" von Jasper Fforde

© Cover- und Zitatrechte: One Verlag (Lübbe)

Inhalt

„Der letzte Drache wird sterben“ – Diese Weissagung erschüttert die ohnehin gebeutelte Magierszene der Ununited Kingdoms. Allen voran die 15-jährige Jennifer Strange, Leiterin von KAZAM, einer schlecht laufenden Vermittlungsagentur für Zauberer. Als Jennifer zu allem Unglück erfährt, dass ausgerechnet sie den Drachen töten wird, steht ihre Welt Kopf. Und so macht sie sich auf, um mit dem Drachen zu reden… - Klappentext



Der zufällige Satz...   

 

„Beide vollkommen neben der Spur, aber total nett.“
 

Seite 12 Zeile 11 bis Zeile 12

















Meinung

"Die letzte Drachentöterin" ist das erste Jugendbuch von Jasper Fforde und im One Verlag, einen Ableger von Lübbe, erschienen.

Magie, im 21. Jahrhundert ist nicht das was sie einmal war. Magier und Nichtmagier leben in aller Welt zusammen. Die Magier allerdings genießen nur bedingtes Ansehen, ihre Magie ist aus zweierlei Gründen eingeschränkt. Erstens Magie ist keine konstante Fähigkeit. Im Leben eines Magiers kann sie sich erschöpfen und der Magier steht irgendwann einmal ohne sie da. Zweitens die Nutzung ihrer magischen Fähigkeiten unterliegt mehreren Regeln und
Startseite vom One (Lübbe)
Vorschriften. Eine Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann drastische Strafen nach sich ziehen. Jeder angewandte Zauber muss strengstens protokolliert werden. Für diese Aufgaben haben die Zauberkundigen Agenten. Jennifer Strange ist so eine Agentin, als Geschäftsführerin der Vermittlungsagentur für Zauberer ist sie dafür verantwortlich für ihre Magier Jobs an Land zu ziehen, den Papierkram zu erledigen und den Launen der Zauberer stand zu halten. Damit hat Jennifer Strange alle Hände voll zu tun. Ihre Angestellten sind nicht glücklich, ihre Fähigkeiten für einfache oder anspruchslose Aufträge einzusetzen, wie zum Beispiel, Rohrleitungen reparieren. Zumal sich nichtmagische Auftraggeber nicht immer dankbar zeigen.


Jennifer Strange lässt sich davon nicht unterkriegen und setzt sich mit stoischer Gelassenheit und eine kleine Prise Diplomatie in den meisten Fällen durch. Ihr Leben gerät ein wenig ins Wanken, als die Nachricht, dass der letzte lebende Drache auf Erden in wenigen Tagen sterben wird und das Jennifer Strange damit zu tun haben wird. Ganz und gar nicht nach ihrem Geschmack, da Jennifer sich ungern im Mittelpunkt von allgemeinen Aufmerksamkeiten befindet. Außerdem besitzt sie einen ausgeprägten Sinn für Anstand und Gerechtigkeit und sieht nicht ein, ein Lebewesen zu bestrafen, obwohl es sich nichts zu Schulden kommen lassen hat. Mit dieser Einstellung macht sie sich nicht nur Freunde. Den für die Mehrzahl der Menschen ist der Tod des Drachens ein Segen, da das bedeutet, sie können sich das Drachenland einverleiben. Profitgier und politische Macht ist ihnen wichtiger.

Das England in "Die letzte Drachentöterin" ist dem England unserer Welt ähnlich. Es ist eine Mischung aus moderner Zeit mit mittelalterlichen Einflüssen und Realität mit vielen fantastischen Elementen gemixt. Anfänglich gelang es mir nicht mich in Jennifer Strange Leben zurecht zu finden, da ihre Welt ohne große Erklärungen als gegeben präsentiert wird

Die Kapitel sind kurz, sind mit prägnanten Überschriften versehen und werden in der Ich - Perspektive von Jennifer Strange erzählt. Ihre Stimme ist besonders, mich hat "Die letzte Drachentöterin" vom Ton und Gefühl sehr an eine märchenhafte Erzählung erinnert. Die Figuren besitzen ihren eigenen Geist, Dickkopf und Zauber, eben auch die Nichtmagier. Akteure und Handlung greifen ohne Lücken in einander über. Dieses Gefühl kann ich schwer beschreiben, wenn ich bei einem Buch so ein Gefühl erhalte, vergleiche ich das immer mit einem Puzzle. Das Buch überzeugt durch seinen schlichten Ton, den Humor und tiefgründige versteckte Aussagen.

Fazit

Das mich "Die Drachentöterin" doch so begeistert hat, hat mich schlussendlich richtig überrascht. Ein Buch voller Wärme und Magie und doch nicht mit Harry Potter zu vergleichen. Es ist etwas Eigenes. Auf den ersten Blick schaut es, wie ein reines Kinderbuch, aber durch die versteckten kritischen Passagen ist es auch für ältere Leser durchaus geeignet. "Die letzte Drachentöterin" ist wie ein Disney Film - es kommt auf die Perspektive und die Betrachtung an, was sich der Leser hier mitnehmen kann. 5 Sterne.



Mit diesem Buch nehme ich an folgender Challenge teil

Challenge der Gegenteile - Biancas lila Seite des YinYangs: Reihenanfang
Winterlesechallenge von Bookwormdreamers - Monatsaufgabe Oktober - Ein Geschenk - lies ein Buch das dich positiv überrascht hat

 © Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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