Samstag, 11. Juli 2015

Rezension zu eversea - Ein einziger Moment von Natasha Boyd

© Cover- und Zitatrechte: LYX Egmont

Inhalt

Keri Ann ist Kellnerin im beschaulichen Butler Cove eine Kleinstadt im Süden der USA nach dem die Touristenströme abgereist sind, wird es ruhig im Ort. Selten geschieht etwas Aufregendes. Kurz vor dem Ende ihrer Schicht, schleicht sich ein letzter Gast in den Laden. Seine herablassende Art nervt Kerri Ann. Als sie ihn darauf aufmerksam macht, erkennt Keri Ann Jack Eversea. Derzeit angesagter Jungschauspieler in Hollywood, welcher durch eine Buchverfilmung über Nacht zum Star wurde. Für gewöhnlich verschlägt es selten einen Superstar nach Butler Cove. Jack Eversea ist ausgebrannt und urlaubsreif. Keri Ann verspricht Jack, dessen Identität zu wahren, sie geht für ihn einkaufen und er hilft ihr im Gegenzug bei der Renovierung ihres Hauses. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Der Superstar und die Kellnerin kann das gut gehen?



Der zufällige Satz...
 

„Bleib süß und tugendhaft und unge-jackt.“
 

Seite 125 Zeile 6 bis Seite 125 Zeile 7















Meinung

„Eversea ein einziger Moment“ ist der erste Young Adult Roman von Natasha Boyd

Das einfache Mädchen und der gutaussehende heiß begehrte Superstar ist ein Pairing, das sich viele Mädchen und junge Frauen vorstellen können. Spätestens seit dem großen Twilight Hype um Robert Pattinson. Ähnlichkeiten zwischen
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Robert Pattinson und Jack Eversea gibt es durchaus. Beide sind durch Buchverfilmungen zum begehrten Schwarm zahlreicher Mädchen geworden. Sowohl Jack, als auch Robert sind mit ihren weiblichen Costars zusammen gekommen und beide sind von ihren vermeintlichen Herzdamen betrogen worden. Der Grund war eine Affäre mit einem verheirateten älteren Regisseur. Einziger Unterschied zwischen Jack und Robert? Robert Pattinson ist real, Jack Eversea eine Fiktion.


Auch wenn ich den ganzen Rummel um Robert Pattinson nicht aktiv wahrgenommen habe, vom vermeintlichen Fremdgehen seiner Freundin habe ich schon gehört, deshalb ist mir die Parallele zwischen den beiden aufgefallen. Jack Eversea kommt nach Butler Cove, um den Kopf freizubekommen, sein Leben neu zu ordnen und lernt Kerri Ann kennen.

Kerri Ann wird als einfaches bodenständiges Mädchen dargestellt. Sie arbeitet hart, um das geerbte Haus der Familie in Schuss zu halten. Ihre Familie gehört zu den Gründerfamilien der Kleinstadt und das Haus wird als Wahrzeichen für vergangene Zeiten betrachtet, befindet sich aber in einen jämmerlichen Zustand. Ihr großer Bruder Joey absolviert derzeit sein Medizinstudium und mehr Familienangehörige gibt es nicht. Kerri Ann ist lieb, hilfsbereit und ein kleiner Bücherwurm. Alles Merkmale, die ich sonst an den weiblichen Protagonisten mag. Kerri Ann bedingungslos zu mögen, fällt mir hier schwer. Am Anfang betont Kerri Ann, dass sie zwar die Filme mit Jack Eversea geliebt hat, sich aber für ihn nicht sonderlich interessiert und sich niemals wie ein Fangirl benehmen wird, nur weil sie mit Jack Eversea redet. Sie ist in diesem Verhalten nicht konsequent, denn viel zu oft, stellt sie Jack Eversea auf den Star-Thron und kann es nicht fassen, dass der große Jack Eversea Zeit mit ihr verbringt. Da war mir ihre beste Freundin Jazz, riesiger bekennender Jack Eversea Anhänger sympathischer. Sie ist widererwarten ganz cool und lässig damit umgegangen, dass ihre beste Freundin drauf und dran ist mit Jack anzubandeln.

Jack der strahlende Held, weiß welche Wirkung er auf Frauen hat und wie er seinen Charme einsetzen muss. Mich hat er, um den Finger gewickelt. Ich mochte an ihm, dass er Ecken und Kanten hat, die eng mit seinen Tätowierungen verbunden sind und das er aufrichtig leiden konnte.

„Aber was keiner versteht ist, wie einsam man sein kann, wenn die ganze Zeit irgendwelche Leute um einen herum sind.“Jack Seite 88

Das Konzept von Verliebt in einen Schauspieler ist nichts Neues und jeder sollte sich vor Augen führen, dass die Handlung nach einem gewissen Schema abläuft: Aufkommende Gefühle, Protagonisten die sich hinter der Wahrheit verstecken bis die Gefühle zu stark sind, um sie zu leugnen. Abschließend entflammt der Konflikt, der die Liebenden auseinanderbringt.

„Es gab nur eine Möglichkeit, wie das ausgehen konnte. Ich: Für alle anderen Männer verdorben, allein – oder vielleicht noch mit Jazz – hinten in dunklen Kinos, wo ich Popcorn in mich reinschaufelte. Und das für den Rest meines Lebens.“ - Kerri Ann Seite 39

Bei dem ganzen Hin und Her und den Fangirlauftreten von Kerri Ann, überrascht sie mich dann doch positiv in dem sie offen über ihre Gefühle und Ängste spricht. Im Laufe der Handlung wird sie ruhiger und besonnener. Ein weiterer positiver Punkt in der Spannung sind die kribbelnden intimen Momente zwischen Kerri Ann und Jack. Die beiden gehen offen und ehrlich mit ihrer Sexualität um und verstecken sich nicht hinter Zurückhaltung und Charme.

Das verträumte Coverdesign fangen die Stimmung von „eversea – Ein einziger Moment“ ein und spiegelt das Zerbrechliche der Handlung wider.

Dafür gibt es Abstriche im Schreibstil. Beim Lesen war ich oft abgelenkt und musste die Sätze noch mal lesen. Keri Anns widersprüchliches Innenleben hat mich aus der Bahn geworfen. Ihren Gedanken zu folgen ist nicht immer leicht, sie hüpft auf und ab. Hätte ich am Anfang gewusst, dass das Wort „Gott in allen möglichen Varianten so oft vor kommen wird, ich hätte eine Strichliste geführt. An der Anzahl gemessen, war „Gott“ ein unnötiges Füllwort, das die Autorin oder der/die Übersetzer/in kreativ hätte durch andere Wörter ersetzen können.

Das Ende verläuft wie vermutet. Überraschend ist in diesem Zusammenhang gewesen, dass das letzte Kapitel aus Jack Perspektive geschrieben wurde. Jacks Erzählstimme empfand ich angenehmer, seine Gedanken waren geordneter und haben mich nicht an eine Quasselstrippe erinnert. Ein Wechsel zwischen Jack und Keri Ann für den zweiten Band „eversea – Und die Welt bleibt stehen“ wünsche ich mir.

Fazit

„Eversea - Einziger Moment“ ist eine kurzweilige Geschichte mit wenig Überraschungen in der Handlung, aber mit einer schönen Liebesgeschichte, die mich mit ihrer Ehrlichkeit überzeugen konnte. Einem Protagonisten der von mir mehr Sympathie erntete, als die Heldin. Die ständigen Wiederholungen eines bestimmten Wortes sind für mich zur Geduldsprobe geworden. Wer nicht auf „eversea – Ein einziger Moment“ verfügt über alle klassischen Elemente einer soliden Liebesgeschichte und weil ich nicht damit gerechnet hatte, hier etwas Neues zu entdecken, hatte ich am Ende ein paar entspannte Stunden. 3 Sterne.



Die eversea Reihe um im Überblick

eversea – Ein einziger Moment -  Band 1 - meine Rezension

eversea – Und die Welt bleibtstehen - Band 2 – erscheint im 09/2015
My star my love – Kurzgeschichte bisher nur in Englisch erschienen

Mit diesem Buch nehme ich an folgenden Challenges teil

Challenge der Gegensätze: Biancas lila Seite – ein Buch mit einem schönen Cover
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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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