Samstag, 25. Juli 2015

Rezension zu "Die wilden Schwäne" von Wolfgang und Heike Hohlbein

© Cover- und Zitatrechte: bloomoon Verlag


Inhalt

„Die Königstochter Elisa ist verzweifelt: Warum erkennt sie als Einzige, dass die neue Frau ihres Vaters eine böse Hexe ist? Sogar als die Stiefmutter ihre elf Brüder in Schwäne verwandelt, ahnt Elisas Vater nichts – denn die böse Hexe hat den König verzaubert und ihm die Erinnerung an seine Söhne genommen. Als Elisa herausfindet, dass nur sie allein ihre Brüder retten kann, macht sie sich an die schier unlösbare Aufgabe…“ – Quelle Klappentext





Der zufällige Satz...  
 

„Und dort blieb sie in geraume Weile stehen und sah auf den Hof hinab.“
 

Seite 72 Zeile 8 bis Seite 72 Zeile 9









Meinung

„Die wilden Schwäne“ von Heike und Wolfgang Hohlbein ist eine kleine detaillierte Nacherzählung des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen.
Hans Christians Andersen „wilde Schwäne“ gehören zu meinen Lieblingsmärchen. Typisch für Andersen, müssen seine Figuren leiden und sich über mehrere Jahre entwickeln, bevor sie am Ende eventuell ihr Glück finden. Was mich an „Die wilden Schwäne“ faszinierte, dass die Prinzessin selbst für ihr Glück einsteht und nicht erwartet vom Prinzen gerettet zu werden. Dieses
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„Märchen“ erinnert, mehr an ein Abenteuer als an ein Märchen im herkömmlichen Sinne.


Dem Ehepaar Hohlbein ist es gelungen, die besondere Magie einzufangen und zu Papier zu bringen. Sie geben ihren Figuren mehr Persönlichkeit und binden sie in die Geschichte ein. Besonders fokussiert werden Prinzessin Elisa, als Heldin und die böse Hexe Nessa, als deren Gegenspielerin. Die männlichen Figuren wirken hier wie schmückendes Beiwerk, welche sich mehr am Rand aufhalten.

Wer das Märchen in seinem Original kennt, wird in der Fassung nicht viel Neues erleben und weiß schon wie die Geschichte ausgehen wird. „Die wilden Schwäne“ hat nur eine leichte mächernhafte Erzählstimme, gewöhnlich reden die Figuren normal.

Elisa, erlebt der Leser anfänglich als heranwachsende die gar nicht einsieht sich von ihrer Stiefmutter klein kriegen zulassen und sich nach besten Kräften zur Wehr setzt. Bald schon zwingen sie die Ereignisse, sich anzupassen und sich in Geduld zu üben. Sie wird mit der Zeit erwachsener, aber nicht weniger leidenschaftlicher. Elisa möchte oft gegen das Unrecht, das ihr angetan wird, lautstark protestieren, würde ein einziger Ton von ihr, nicht ihre Brüder das Leben kosten. Mir hat auch die Darstellung und die Idee um die Hexe Nessa gut gefallen.

Natürlich, darf der Königssohn nicht fehlen und Elisa begegnet ihrem Prinzen früh, verliert ihn jedoch wieder aus den Augen, nur um ihn nach ein paar Jahren wieder zu finden. Ich weiß dass „Die wilden Schwäne“ sich an junge Leser richtet, dennoch fand ich die Liebe zwischen Elisa und ihrem Prinzen kommt zu kurz.

So wie die Liebe ein Tick zu kurz kommt, so schnell wird auch das Ende abgehandelt. 20 Seiten mehr, um ein rund herum, märchenwürdiges Ende zu erzeugen, hätte den wilden Schwänen sicherlich ganz gut getan, da bei mir einige Fragen ungeklärt blieben.

Fazit

„Die wilden Schwäne“ von Heike und Wolfgang Hohlbein besticht durch ein wunderschönes Cover, dass ich alleine deshalb das Buch niemals wieder hergeben mag. Auch von der Erzählung bietet es eine ausführliche Nacherzählung des Originals von Hans Christian Andersen. Gegen Ende schwächelt die Geschichte etwas. Den, jedem Märchen innewohnenden letzten magischen Satz, wurde hier, für meinen Geschmack unpassend modernisiert abgewandelt. Von „knutschen“ in diesem Zusammenhang, ist im ganzen Buch nicht einmal die Rede gewesen. Trotzdem werde ich „Die wilden Schwäne“ in dieser Ausgabe gerne meinen Kindern vorlesen. 4 Sterne.




Mit diesem Buch nehme ich an folgender Challenge teil

Challenge der Gegenteile - Biancas lila Seite des YinYangs: Eine Märchen-Neuauflage / Märchenadaption


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