Samstag, 16. Mai 2015

Rezension zu Love Letter to the Death von Ava Dellaira

© Cover- und Zitatrechte: cbt Verlag

Inhalt

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben. - Quelle Klappentext




Der zufällige Satz...   

Seite 257 Zeile 16 (kann variieren, denn ich nehme nur ganze Sätze)
 

„Es passierte einige Zeit, nachdem May angefangen hatte mich ins Kino mit zunehmen.“
 

Seite 257 Zeile 16 bis Seite 257 Zeile 18






Liebe Laurel,


es ist schon ein paar Tage her, seit ich deine bewegende rührende Geschichte gelesen habe. Ich weiß nicht, wie es ist einen so nah stehenden Menschen zu verlieren, wie du deine Schwester May nahe standest. Aber, dass es erschütternd ist, kann ich mir gut vorstellen. Es hat nicht nur dich erschüttert, nicht nur, du liebe Laurel, hast dich in dich zurückgezogen auch deine Familie schien daran zu zerbrechen. Obwohl deine Eltern schon vor dem Tod deiner Schwester getrennt waren. Du erzähltest, dass es für deine Schwester und dich schwer gewesen ist. Ihr hattet als Familie schließlich so viele Träume gehabt und doch litt May
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darunter mehr. Denn sie ist der Funke gewesen, der aus deiner Mama und deinem Papa Eltern und somit eine Familie gemacht hat. Als ich von deiner familiären Situation las, fragte ich mich oft, ob das der Grund gewesen ist, warum May sich veränderte und am Ende starb. Konnte sie mit dem Druck und den Veränderungen nicht mehr umgehen? Doch du liebe Laurel, weißt es deine Geheimnisse für dich zu behalten. Lange Zeit fand ich nämlich gar nicht heraus was mit May geschah und was du selbst durch machen musstest. Es ist hart und du hast dir auch oft die Frage gestellt was passiert wäre, wenn du dich deinen Eltern anvertraut hättest. Mach dir keine Gedanken du warst noch ein Kind und ich kann nachvollziehen das du May über alles geliebt und verehrt hast.


May war eine tolle große Schwester, der du so wichtig und wertvoll gewesen bist, dass sie dir zauberhafte Geschichten von Feen erzählt hat, um dir deinen Kummer zunehmen und den Streit eurer Eltern von dir fern zu halten. Jedoch konnte May dich nicht vor allem beschützen und hat dich oft unbewusst in ihre eigenen Probleme mit reingezogen. Irgendwann hast du erkannt das May nicht frei von Fehlern war.

Deine Entscheidung nach der Middleschool nicht an die Sandia High zu wechseln, sondern auf die West Mesa High zu gehen, kann ich verstehen. Du wolltest eben nicht nur Die eine sein, deren große Schwester gestorben ist. Du wolltest dich, den Gerüchten und Vermutungen nicht aussetzen, warum sie gestorben ist und vor allem wolltest du nicht, dass dich alle mit May vergleichen. Denn May war großartig und jeder liebte sie oder wurde von ihrem Licht angezogen Oft hatte ich das Gefühl, du hast dich selbst in den Schatten deiner Schwester gestellt, du wolltest einfach nur noch May sein. Hast ihre Kleidung getragen, weil sie dir Kraft und Mut gegeben haben. Deine Liebe zu deiner Schwester hat dich deine eigene Persönlichkeit vergessen lassen, du wolltest unbedingt sein wie sie war. Dabei, liebe Laurel bist du von Anfang an toll gewesen.

Du bist nicht in den ersten Tagen auf deiner neuen Schule zu deinen Klassenkameraden sparziert und hast gesagt "Hi, ich bin Laurel und hier bin ich." Nein, du bist still und leise untergegangen. Hast dich aber auch nach Kontakt gesehnt. Vor allem Natalie und Hannah sind dir aufgefallen. Der Typ Mädchen, den sich May als Freundinnen gesucht hätte. Eine Mischung aus Schrill und Flippig. Irgendwann hattest du den Mut die Beiden anzusprechen und den Mut hast du dir von May genommen. Ein kleiner Schritt raus aus deinem Trauer-Kokon, in welchem du dich verbarrikadiert hast.

"Man muss sich im Leben auch mal selbst am Steuer wagen, statt immer nur Passagier zu bleiben." - Amelia Earhart Zitat Seite 29

Anfänglich war ich wenig von deinen neuen Freundinnen begeistert. Hannah und Nathalie lebten ihr Leben zügellos - Alkohol, Zigaretten gehörten für die Beiden einfach dazu. Gerade über Hannahs Jungsverschleiß und ihre Einstellung zu dem Thema, machte ich mir Sorgen. Immerhin seid ihr erst 15 Jahre alt. Die Beiden rissen dich einfach mit und du hast dich treiben lassen. Ich dachte sie wären kein guter Umgang für dich, dachte, sie bringen dich auf die falsche Bahn, denn du protestiertes selten gegen einige Dinge. Obwohl du geschrieben hast, dass du dir bei einigen Aktionen schon unsicher gewesen bist. Aber mein erster Eindruck von den Beiden täuschte. Hannah und Natalie haben ihre eigenen Dämonen mit denen sie es aufnehmen müssen, sind für dich zu treuen Freundinnen geworden und du für sie.

Du hast deine Geschichte in Form von Briefen toten Berühmtheiten erzählt. Eine tolle Idee deiner Englischleherin, denn dir scheint es wirklich zu helfen. Schön, dass du im Laufe der Zeit erkannt hast, dass jeder Mensch eine Geschichte hat und dass nicht nur dir schlimmes im Leben widerfahren ist. Manchmal sind es doch die unbewussten Handlungen anderer, die einem helfen wieder auf die Beine zu kommen. Im Laufe deiner Briefe machst du eine Wandlung durch, du verarbeitest und fängst an nach vorn zu schauen.

Während ich deine Briefe las, kam ich mir oft wie ein Eindringling vor, der deine persönlichen Gedanken und Gefühle liest, ohne dass du davon weißt oder mich kennst. Du hast dich nicht nur mit deinem Leben auseinander gesetzt, sondern auch mit dem Leben der jeweiligen Persönlichkeit. Durch dich habe ich etwas über Judy Garland und River Phoenix gelernt. Nebenbei saß ich mit deinem Buch und meinem Handy da und habe einige Fakten über Wikipedia recherchiert. Dunkel erinnere ich mich im Zusammenhang mit seinem Bruder Joaquin (schwerer Name) Phoenix, an Rivers tragischem Tod. Jetzt schreibe ich dir meinen Brief und höre nebenbei ein paar Lieder deiner Berühmtheiten zur Inspiration und um ein Gefühl dafür zu bekommen, warum du gerade ihnen geschrieben hast. Klar habe ich schon was von Kurt Cobain gehört - irgendwann hören ihn wohl viele Jugendliche zu einer bestimmten Zeit in ihrem Leben. Mit Amy Winehouse und Heath Ledger konnte ich mehr anfangen. Ihr Tod kam wohl nicht sehr überraschend, dafür flossen bei Heath Tod Tränen.

Dass du nicht nur deine eigenen Lieblingsberühmtheiten mit einbezogen hast, sondern auch Berühmtheiten, auf die du, durch deine Familie gekommen bist, hat mir gefallen. Du hast eine tolle Familie, auch wenn ihr viele Probleme habt, deine Mutter liebt dich genauso wie dein Vater. Deine Auseinandersetzung mit deiner Mutter konnte ich total verstehen. Deine Tante Amy ist ein bisschen schräg mit ihren Jesusspleen aber ebenfalls liebenswürdig. Obwohl sich deine Briefe wie ein Tagebuch lasen, hast du einen großartigen Blick auf deine Freunde bewiesen und sie mir so nahe gebracht.

Da wäre noch Sky, der geheimnisvolle Junge, der dir bereits seit dem ersten Schultag im Kopf herum schwirrt. Sky wechselte von einer anderen Schule an die West Mesa High. Natürlich bin ich nicht auf den Kopf gefallen, da ich deine Briefe wie ein Buch interpretierte ;) und ich ahnte worauf das abzielen würde. Klar wurde der Verdacht schnell bestätigt. Ab da an, hatte ich Sky in eine Schublade gestopft. Ich dachte er verfolgt seine eigenen Ziele und obwohl ich eure gemeinsame Zeit schön fand, hatte ich doch Angst dass er dir weh tut und nur mit dir aus einem Grund zusammen ist. Bei deiner Geschichte habe ich mir bereits des Öfteren in den Figuren geirrt und wurde überrascht, wie viel in ihnen steckt und auch in Sky. Diesem Jungen wäre ich auch verfallen.

Liebe Laurel, Dankeschön das ich dich ein Stück begleiten durfte. Ich habe mit dir gelacht, geweint und ich war beeindruckt von deinen, und den weisen Ansichten deiner Freunde. Immerhin hast du Kurt Cobain kräftig den Kopf gewaschen. Ich wünsche dir dass du dein weiteres Leben genießt, das hätte deine Schwester auch gewollt.



 Cindy

Mit diesem Buch nehme ich an folgenden Challenges teil

Challenge der Gegensätze: Biancas lila Seite - Ein Hardcover mit Schutzumschlag
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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.def

Kommentare:

  1. Huhu Cindy!
    Ich finde es super, dass du die Rezi als Brief an Laurel verfasst hast. Das passt ja auch sehr gut zu dem Buch - das übrigens wirklich interessant und gut klingt. Ich hatte da ja schon reingeblättert, als ich bei dir war, und mir gefiel der Schreibstil und eben dieses tagebuchähnliche mit den Briefen. Was ich nur nicht so ganz weiß: schreibt Laurel in den Briefen auch direkt mal etwas zu der jeweiligen Person, an die der Brief ist? Oder berichtet sie nur von ihrem eigenen Leben?

    LG Alica

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  2. Hallöchen Alica,

    das Buch ist wirklich sehr schön geschrieben, aber ob es deinen hohen Ansprüchen letzten Endes stand hält? ^^" Laurel erzählt auch wissenswertes über die Stars. Mir hat dabei gerade die Kurt Cobain Briefe am Meisten gefallen. Laurel spricht vor allem ihn ganz ernst an.

    Liebe Grüße, Cindy

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  3. Liebe Cindy, ich bin nun aus dem Urlaub zurück und total begeistert über deine Rezension. Es war richtig so, dass du diese in der Briefform niedergeschrieben hast. Wahnsinnig gut. Mach weiter so.

    Liebe Grüße zu dir - Bini

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    1. Liebe Bini,

      hattest du einen schönen Urlaub? Danke für das Kompliment ich arbeite daran, besser zu werden. In dem Fall hat es mir das Buch aber auch leicht gemacht. :)

      Liebe Grüße
      Cindy

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  4. Huhu liebe Cindy,

    was für eine wundervolle Idee, die Rezi als Brief an Laurel zu gestalten. Richtig toll, dass ist mal etwas ganz anderes. Und wie du es schaffst, so viel zu erzählen ohne zu spoilern, Hut ab. Das Buch liegt noch auf meinem SuB und ich bin jetzt wieder richtig neugierig darauf. glg Franzi

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    1. Guten Abend liebe Franzi,

      ich weiß auch nicht wie ich zu dieser Rezension gekommen bin, dass Buch hat es wohl in mir ausgelöst. Es ist ganz wundervoll und ich werde es mir im nächsten Jahr bestimmt als Hörbuch anhören. Dankeschön, für deine lieben Worte. Du kannst mir gerne Bescheid geben, wenn du es selbst gelesen hast. Ich bin immer gespannt wie andere Leser dieses Buch empfinden.
      Liebe Grüße
      Cindy

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