Mittwoch, 18. Februar 2015

Rezension zu Dear Sister - Ich würde sterben für dich Band 1 von Maya Shepherd


© Cover- und Zitatrechte: Maya Shepherd

Inhalt

Winters große Schwester Eliza ist seit einem halben Jahr spurlos verschwunden. Während Winters Eltern am Boden zerstört sind und jeden Tag aufs neue Hoffen und Bangen, ist es Winter ganz recht so das ihre Schwester verschwunden bleibt. Eliza hat nichts als Ärger gemacht, seit dem Winter denken kann hat Eliza betrogen und gelogen. Das Verhältnis der beiden Schwestern war noch nie das Beste gewesen. Aktuell ist Winters Leben perfekt, seit kurzem ist sie mit Lucas zusammen. Die
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Schwestern sind gemeinsam mit Lucas aufgewachsen und Winter ist schon eine Ewigkeit in ihn verliebt. Er ist einfach perfekt. Lucas ist lieb, gut, hilfsbereit, ehrlich, ein guter Schüler und ein noch besserer Freund. Also das absolute Gegenteil von Eliza. Trotzdem steht Eliza manchmal zwischen Lucas und Winter, denn er mag auch Eliza und vermisst sie, was Winter auf die Palme bringt. Als Winter dann einen Brief von ihrer Schwester bekommt, verheimlicht sie das nicht nur vor ihren Eltern, sondern auch vor Lucas. Er aber bekommt den Brief in einer prekären Situation in die Hände und ist sauer auf Winter, dass sie ihm das verheimlicht hat. Super, denkt sich Winter jetzt hat es Eliza mal wieder geschafft für schlechte Stimmung zu sorgen. Missmutig begibt sich Winter auf den Klassenausflug nach London und hofft mit ihrer Freundin Dairine die schlechte Stimmung zu vertreiben. Die Freundinnen beschließen, es sich in einem Club mit ein paar Cocktails gut gehen zu lassen. Leider verträgt Winter nicht viel Alkohol und ihr wird schlecht und sie verschwindet auf die Toilette. Dort ist sie felsenfest davon überzeugt, dass sie gerade Eliza mit einem jungen Mann hat streiten sehen. Aber keiner der anderen Clubbesucher kann sich an die beiden erinnern und allmählich, denkt Winter auch, sie hat sich Eliza aufgrund des Alkohols eingebildet. Nachdem Schulausflug in Irland angekommen, versöhnt sie sich mit Lucas und könnte eigentlich ein ruhiges Leben führen, bis sie in der Schule meint, wieder Eliza gesehen zu haben. Genervt von ihrer Schwester, die immer im Mittelpunkt stehen muss, beschließt Winter gemeinsam mit Dairine Eliza zu finden und ihr zu sagen, dass sie gefälligst verschwinden und nie wieder kommen soll. In einem Club trifft Winter, Elizas Begleitung aus London, noch bevor sie mit ihm über ihre Schwester sprechen kann, wird sie von Lucas entdeckt und nach Hause gefahren. Er ist wenig begeistert Winter in diesem Club mit diesem zwielichtigen Typen zu entdeckt zu haben. Winter empfindet Lucas Verhalten merkwürdig und übertrieben. Einige Tage später taucht der Fremde an der Schule als Vertretungslehrer für Musik auf. Ausgerechnet als Lehrer für Winters Klasse. Sofort begeistert Liam Dearing Winters Mitschülerinnen, denn der neue Lehrer ist absolut heiß und er hat eine lockere Art den Unterricht zu führen, was bei den Teenagern gut ankommt. Liam verwirrt Winter gehörig, denn er ist eine Mischung aus Gefahr und Anziehungskraft und er weiß scheinbar etwas über Eliza. Eliza schwebt mal wieder über alles, selbst die grausamen Morde an jungen Frauen scheinen in Verbindung mit ihr, zu stehen.






Der zufällige Satz...   
Position 95 (kann variieren, denn ich nehme nur ganze Sätze)
 

„Jedes Mal mit derselben Begründung, dass sie die direkte Lage am Meer und die Nähe zu den Burgruinen gegen nichts auf der Welt eintauschen würden.“
 

Position 95







Meinung

Maria vom Büchereulenparadies hat mich auf die Leserunde zum Buch auf Lovelybooks aufmerksam gemacht und ich bin ihr sehr dankbar dafür, denn dieses Buch ist fantastisch gewesen.

Am Anfang habe ich mich sehr an Winter gestoßen, sie wirkte oft zickig und schwarzmalerisch. Freunde hatte sie auch keine und schien damit kein Problem zu haben. Lucas, ihr Held, ihr Gott, ihre große Liebe war ihr einziger Lebensmittelpunkt. Mit wie viel Verachtung sie über Eliza hergezogen hat, war mir nicht begreiflich. Immerhin sind die beiden Schwestern und müsste man dann nicht seine Schwester irgendwie mögen? Genau das tat Winter nicht und damit hatte ich meine Schwierigkeiten. Das erste Kapitel beginnt mit einer Verführung, denn Winter hat es sich in den Kopf gesetzt endlich nach drei Monaten Beziehung mit Lucas zu schlafen und da er ganz Gentlemen ist, hat er bisher keine Versuche in dieser Richtung unternommen. Selbst ist die Frau. An sich kein Problem, aber es geht schief und Lucas lässt Winter auflaufen. Da hatte ich kaum Mitleid mit ihr, weil ich meinte Lucas hat genauso ein Recht sich darauf vorzubereiten und nicht einfach "überfallen" zu werden. Winter hat also schwer gehabt, sich in mein Herz zu spielen, weil ich sie nicht verstanden habe.

Doch was soll ich sagen? Winter hat nicht lange gebraucht, bis wir beide ein Herz und eine Seele waren. Es lag auch daran, dass Lucas mehr und mehr von einem Fettnäpfchen ins andere getreten ist und ich mich über ihn aufgeregt hatte. Lucas ist kein schlechter Mensch, er ist wirklich der perfekte Prince Charming, doch mir war er oft zu überkorrekt und langweilig. Irgendwann dachte ich wirklich, er schläft erst mit Winter, wenn er sie geheiratet hat. Nicht das es nur um Sex geht, aber sein Verhalten war mir einfach übertrieben. Manchmal gab es für Winter nur einen Kuss auf die Stirn oder auf die Wange. Das war seltsam. Auch die anderen Leserinnen der Leserunde haben sich über Lucas gewundert. Aber es wird noch alles aufgeklärt.

Liam Dearing ist alles was Lucas nicht ist: gefährlich, sexy und geheimnisvoll. Liam hält sich nicht an Regeln, denn eine, würde ihm verbieten Winter näher zu kommen, da er ihr Lehrer ist. Die Szenen zwischen Liam und Winter sprühen nur so vor Energie und Spannung. Liam ist eindringlich und präsent und er hasst Eliza verdammt glaubhaft. Lange tappt Winter bei ihm im Dunkeln. Was das betrifft weiß sie nur sie darf sich nicht auf ihn einlassen.

Offensichtlich ist, das Eliza keine Lust auf die Schule und auf Zwänge hat und daher abgehauen ist. Das hat sie schon früher gemacht, kam aber meistens nach ein paar Wochen wieder zurück. Dieses Mal ist es anders, sie würde wahrscheinlich gerne wieder kommen, aber Geheimnisse lassen, dass nicht zu. Winter und sie begegnen einander im Laufe der Geschichte und irgendwann wechselt die Ich-Perspektive von Winter zu Eliza und macht es möglich sie ein wenig kennen zu lernen und zu verstehen.

Der Schreibstil fesselt und lässt die Zeit vergessen. Die Spannung bleibt konstant bis zum Schluss und mit jedem einzelnen Kapitel wird sie mehr und mehr aufgebaut. Ich habe keine Durststrecken gehabt, ich war so in der Handlung drin, dass ich traurig gewesen bin, wenn ich das Lesen unterbrechen musste.

Fazit

Dear Sister - Ich würde sterben für dich lebt von starken Gefühlen, verletzten Gefühlen und unerfüllten Sehnsüchten, das ist es was allen Charakteren miteinander verbindet und was den starken Sog in dieser wunderbaren Geschichte ausmacht. Jeder leidet und diese Spannung hält sich konstant bis zum Schluss und entlädt sich schier in eine Explosion und lässt mich zerschlagen zurück.





Mit diesem Buch nehme ich an folgender Challenge teil

Challenge der Gegenteile - Biancas lila Seite des YinYangs: Ein Buch einer Reihe


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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Huhu! :)

    Na das hört sich doch echt gut an! Von Maya Shepherd erwarte ich das aber ja schon fast nach dem großartigen ersten Band der Radioactive Reihe. ;D Dear Sister wandert gleich mal auf meine WuLi. :)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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  2. Hallo Cindy,

    danke für die tolle Rezi ♥ Du hast das Buch wirklich schön beschrieben, und *schwups* landet es auf meiner Wunschliste! :-)

    Ganz liebe Grüße,
    Tanja

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