Mittwoch, 28. Januar 2015

Rezension zu Scherbenmond von Bettina Belitz

© Cover- und Zitatrechte: script 5

Inhalt

Der Kampf zwischen den Mahren Colin und Tessa liegt Monate zurück und beinahe kommt es Ellie vor, als hätte es nichts davon gegeben. Als wären Nachtmahre und Halblutmenschen nur Hokuspokus ihrer Fantasie. Aber Colin hat es wirklich gegeben und Ellie und er haben sich ineinander verliebt. Außerdem existiert ihr Papa, welcher ein Halbblut ist, schließlich auch. Colin befindet sich zurzeit auf der Flucht, denn solange er und Ellie zusammen bleiben, wird sie Tessa immer wieder finden. Ellie leidet sehr unter dieser Trennung. Gerne würde sie mit jemanden über die ganzen Geschehnisse reden. Ihre Eltern scheiden aber aus Prinzip aus. Auch wenn Ellies Papa Colin zum Schluss geholfen hat, so ist er doch immer noch nicht froh darüber, dass seine geliebte kleine Tochter sich in einen teuflischen Nachtmahr verliebt hat. Und ihre Mutter weiß selbst vom letzten Sommer nur die Hälfte. Einzig mit ihren Mitschüler Tillmann könnte sie über den letzten Sommer sprechen, denn er war dabei gewesen, als Colin gegen Tessa kämpfte, wurde sogar von Tessa angegriffen und nur durch das beherzte Eingreifen von Ellie vor weit
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schlimmeres bewarhrt. Doch Tillmann geht Ellie seit dem aus dem Weg. Laufen die beiden sich in der Schule über den Weg, hat er nur ein knappes Hallo Ellie oder ein Kopfnicken für sie übrig. Als wäre das nicht alles schon schlimm genug für Ellie, steht diese bald vor einem neuen Problem: Ihr Vater setzt sich für einen Dialog zwischen Mahren und Menschen ein. Er ist davon überzeugt, das die Mahre in der Lage wären, Menschen auch schlechte Erinnungen zu nehmen und sie, so von seelischen Leiden zu befreien, anstatt ihnen nur die guten zu rauben. Mitunter ist Leopold Fürchtegott für diese Mission oft wochenlang von zu Hause weg. Aber dieses Mal ist seine Abwesenheit selbst für ihn zu lang und Ellies Mutter Mia beschliest, ihn für vermisst zu erklären. Für so einen Fall befindet sich im Arbeitszimmer von Leopold ein Brief, diesen öffnen die beiden Frauen. Leopold gibt ihnen darin Anweisungen, was sie im Falle seines Verschwinden oder Todes zu tun hätten: Mia darf das Haus nicht verkaufen und sollte doch bitte darin wohnen bleiben und Ellie soll ihren Bruder Paul nach Hause holen. Paul ist das älteste Kind und hat vor einigen Jahren den Kontakt zu seiner Familie abgebrochen, weil er seinem Vater vorgeworfen hat seine Mutter pausenlos zu betrügen. Warum sonst ist Leopold ständig auf Reisen? Seiner Mutter warf er vor, vor Liebe ganz blind zu sein und nicht begreifen zu wollen, dass ihr Mann sie betrügt. Auch ihn hat Leopold seinerzeit von seinem Halbblut Dasein erzählt, aber Paul hat ihm nicht geglaubt und der endgültige Bruch mit seinen Eltern kam, als sich Pauls damalige Freundin Hals über Kopf in seinen Vater verliebte und Paul verließ. Ellie vermisst seit dem ihren Bruder sehr, doch sie weiß, wie schwierig es sein wird, Paul von Hamburg nach Hause zu bringen. In Hamburg angekommen erlebt Ellie eine böse Überraschung. Fast erkennt sie ihren Bruder nicht wieder: Er hat einen kleinen Bauch bekommen, hat sein geliebtes Medezinstudium geschmissen und arbeitet nun in eine Galerie als Rahmenmacher. Dabei verdient er gutes Geld, aber was Ellie mehr von den Socken haut, ihr Bruder ist mittlerweile mit seinem Geschäftspartner Francois liiert und ihn kann Ellie überhaupt nicht ausstehen. Francois führt sich wie ein keifendes eifersüchtiges Weib auf und lässt Paul ungern allein. Es wird nicht leicht für Ellie, neben den Liebeskummer und der Sorge um ihren Vater, dessen gestellte Aufgabe zu erfüllen.




Der zufällige Satz...   

Seite 335 Zeile 17 (kann variieren, denn ich nehme nur ganze Sätze)
 

„Giannas Absätze hackten über die Dielen.“
 

Seite 335 Zeile 17 bis Seite 335 Zeile 17
















Meinung

Scherbenmond von Bettina Belitz ist dunkler, erwachsener und spannender als sein Vorgänger Splitterherz. Aus Ellie ist eine junge Frau geworden, die weiß was sie will und sich dafür einsetzt es zu bekommen, darum fackelt sie auch nicht lange und fährt Hals über Kopf nach Hamburg um ihren Bruder nach Hause zu holen. Am liebsten wäre es Ellie gewesen, sofort nach Italien aufzubrechen, um ihren Vater zu suchen. Es ist dieses Mal ihre Mutter, die mehr Bedenken hegt und ihre Tochter am liebsten sicher zu Hause verwahren möchte. Verübeln kann ich es Mia nicht, denn auch in Scherbenmond wird sie dazu verurteilt zu Hause zu sitzen und zu warten.

Der Hauptschwerpunkt liegt in Scherbenmond in der Aufgabe Paul nach Hause zu bringen, der sich natürlich weigert. Denn von Mahren will er nichts wissen und er erklärt Ellie sofort für verrückt. Mir hat der gesamte Hamburg Part sehr gut gefallen, da hier Ellie auch wieder mit ihrer Situationskomik zu Höchstform aufläuft. Ellie hat ein Talent dafür, ihr Leben und ihre Gedanken zu beschreiben. Ich musste oft herzhaft über sie lachen. Stellt euch das erste Wiedersehen von Ellie und Paul vor: Sie fährt 6 Stunden vom Westerwald nach Hamburg. Verliert aufgrund der Witterungsverhältnisse in Hamburg die Orientierung und die Nerven. Mit dem Auto, gerade noch in einer Parkgarage angekommen, weiß sie sich nicht mehr zu helfen und bittet einen Taxifahrer verheult mit ihren Schreckenstieren bepackt, sie zu ihrem Bruder zu fahren. Unterdessen kämpft sie noch mit einer immer voller werdenden Blase. Am vermeintlichen Haus ihres Bruders angelangt stürmt sie den Aufzug hoch und an dem Mann vorbei in die Wohnung, umgehend aufs Klo und erst dort angekommen und erleichtert, stellt sie sich die Frage, ob der Mann, der ihr die Tür aufmachte auch ihr Bruder sei. Ich habe Tränen gelacht.

Als Ellie anschließend eine Bestandsaufnahme ihres Bruders macht und dabei seinen unhöflichen überdrehten divenhaften Lebenspartner Francois kennenlernt ist Ellie schockiert. Es ist eine Sache das ihr Bruder seinen Lebenstraum Mediziner zu werden aufgegeben hat, aber das er schwul geworden ist? Nein unmöglich für Ellie. Pauls plötzlicher Lebenswandel, seine schlechte körperliche Verfassung lassen Ellie nur zu einem Schluss kommen: Paul ist das Opfer eines Mahres geworden. Für Ellie stellt sich nun die Frage wer der Mahr ist und ob sie ihren Bruder noch retten kann. Zum Glück muss sich Ellie dieser Aufgabe nicht alleine stellen, denn ihr wird Tillmann zur Seite gestellt und ich bin sehr froh darüber gewesen. Tillmann ist so klasse und sympathisch und ihm gelingt es wie kein anderer Ellies Launen zu parieren und ihr den Kopf zu waschen. Er ist ein sehr guter Freund.

Natürlich und selbstverständlich darf auch Colin nicht fehlen. Ellie und er begenen sich nun auf eine reifere Ebene und es brennt die Luft zwischen den Beiden. Nicht nur das die beiden urkomisch mit einander sein können, auch das Herzchen wird gewärmt. Aber Achtung, Colin ist und bleibt ein reinblütiger Nachtmahr und ebenso gefährlich für Ellie und das hat es in sich. Ich war ganz schön mitgerissen, mit dem was Ellie alles aushalten muss in Scherbenmond. Wieder einmal muss sie sich ihren Ängsten stellen, nur das sich diese in den Wahnsinn verkehren und Ellie bald schon nicht mehr, weiß wem sie trauen kann. Nicht nur für ihre Mitstreiter wurde sie gegen Ende von Scherbenmond anstrengend, auch mir war das manchmal zu viel. Alles sehr emotional und gut beschrieben.

In Scherbenmond gibt es alles was ich mochte: lustige Dialoge, Freundschaft, Familie, Spaß, Liebe und Spannung. Ich muss zu geben ein Rätsel in Scherbenmond war ja doch ziemlich offensichtlich.

Fazit

Scherbenmond habe ich nur ungern aus der Hand gelegt und jetzt bin ich froh, dass ich noch einmal zu Ellie, Colin und Tillmann zurück kehren kann. Alle Charaktere die in Scherbenmond auftauchen haben etwas authentisches und eigenes an sich, das mich begeistern konnte. Eben wegen denen die noch kommen und wieder kommen mochte ich Scherbenmond sehr gerne lesen und ja in meinen Augen ist es daduch noch ein Stück besser geworden.


Mit diesem Buch nehme ich an folgenden Challenges teil

Ran an den SuB - Monatsaufgabe Januar - Dicke Wälzer
Challenge der Gegensätze: Katjas grüne Seite -Ein Buch über 500 Seiten


Die Nachtmahr Reihe um Colin und Ellie im Überblick

SplitterherzBand 1 - meine Rezension
Scherbenmond - Band 2 - meine Rezension
Dornenkuss - Band 3 - meine Rezension


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© Coverrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

1 Kommentar:

  1. Huhu Cindy,

    das klingt ja tatsächlich ziemlich witzig und spannend. Vielleicht werde ich die Reihe ja doch noch weiter lesen, aber vorsichtshalber warte ich noch deine Meinung zum letzten Band ab. ;)

    LG Alica

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