Sonntag, 23. November 2014

Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestly



© Cover- und Zitatrechte: Audiolino


Der Inhalt



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Edgar liebt es Geschichten zu hören. Seine Eltern können damit nicht viel anfangen, ohnehin finden sie, dass Edgar schon dem Geschichtenalter entwachsen sei. Daher geht Edgar am liebsten zu seinem Onkel Montague. Der alte verschrobene Mann ist der beste Geschichtenerzähler, den es gibt, findet Edgar. Er mag seinen Ur Ur Ur... unzählige Urs Onkel sehr, auch wenn er manchmal etwas unheimlich ist. Onkel Montague wohnt in einem großen alten Haus, das am Ende eines alten düsteren dunklen Wald liegt. Edgar bekommt jedes Mal eine Gänsehaut, wenn er sich auf dem zu Onkel Montague begibt. Doch für die Geschichten des alten Mannes überwindet er seine Ängste jedes Mal. Im Haus des Onkels gibt es viel zu entdecken, eine Zeichnung hier, ein Fernrohr dort und immer weiß Onkel Montague eine spannende schaurige Geschichte dazu zu erzählen, die nicht nur Edgar in ihrem Bann zieht.







Meine Meinung

 
Die Tage werden kürzer und viel zu schnell wird es dunkel. An manchen Tagen, mag man am liebsten überhaupt nicht aufstehen, denn es wird auch nie richtig hell. Diese dunkle kalte Jahreszeit ist perfekt, es sich zu Hause im Bett oder auf der Couch, eingekuschelt in eine Decke mit einem spannenden Buch gemütlich zu machen. Nebenbei eine heiße Schokolade oder einen Tee trinken. Ich liebe den Herbst und den Winter, weil sie sich für Krimis und Gruselgeschichten sehr gut machen.

 
Auf Onkel Montagues Schauergeschichten bin ich durch Aleshanee vom Weltenwanderer aufmerksam geworden. In einer TopTenThursday hat sie 10 ihre Lieblings Gruselbücher vorgestellt, Onkel Montagues Schauergeschichten gehörte dazu und machte mich neugierig.

 
Für gewöhnlich greife ich lieber zum Buch, als zu der Akkustikvariante, obwohl ich es liebe, wenn mir vorgelesen wird. Bei Onkel Montague hatte ich das Bedürfnis, die Geschichten vorgelesen zu bekommen. Denn ich glaube, manchmal sind Krimis und Bücher mit Gruselfaktor, schöner, wenn sie vorgelesen werden. Aus dieser Laune heraus, entschied ich mich, für das Onkel Montagues Schauergeschichten Hörbuch und ich kann sagen es hat sich gelohnt.
 

Edgar sitzt im Wohnzimmer seines Onkels und hört sich seine Geschichten an. In der ersten, geht es um einen Jungen, der ungefähr im Alter von Edgar ist: Josefs Vater ist Priester und er bekommt eine neue Anstellung, so zieht die Familie um. Zu dem Haus gehört ein großer Garten und in diesem Garten steht eine alte Ulme. Josef ist von diesem Baum sehr fasziniert. Er ist ein normaler Junge und wie viele Jungen in seinem Alter denkt er daran, diesen Baum zu erklimmen und in seiner Krone die Umgebung überblicken zu können...

Alle Geschichten beginnen zunächst harmlos, meist sind die Protagonisten einfache Kinder, die keine bösen Absichten haben. Jedoch von der kindlichen Neugier angetrieben werden, gewisse Grenzen zu überschreiten und so ihr Glück herausfordern. Oft sind die Helden Jungen, es gab nur wenige Geschichten, in denen ein Mädchen die tragische Figur darstellt. 


Dietmar Mues, schafft es, als Onkel Montague mit seiner tiefen sanften Märchenonkel Stimme Leben in die Erzählungen zu bringen. Er setzt seine Stimme ganz vielfältig ein, flüstert mal wie ein hinterhältiger Dämon oder kreischt wie ein Weib. Wunderbar intensiv. Dietmar Mues haucht nicht nur Onkel Montagues Geschichten Leben ein, sondern spricht auch Edgar und mit ihm die zweite Handlung, die sich im Wohnzimmer zwischen Edgar und seinem Onkel abspielt. Der eigentliche Erzähler ist Edgar, der uns von seinen Onkel und dessen sonderbaren Geschichten erzählt. Ich kann mir vorstellen, dass die Übergänge, wann, wer was erzählt im Buch zu Verwirrung führen kann. 

Im gehörten Zustand hat es Dietmar Mues durch seinen vielseitigen Stimmeneinsatz gut hinbekommen, die Figuren von einander zu unterscheiden.

Von Geschichte zu Geschichte steigert sich das Grauen und Dietmar Mues zeigt sein Können. Mich hat durchweg nur eines immer gewundert. Die Geschichten enden scheinbar immer abrupt, ohne eine genaue Aufklärung zu bieten. 

Wahrscheinlich hätte eine genaue Erklärung auch dazu beigetragen, diese schaurige Atmosphäre zu zerstören und die Geschichten weniger geheimnisvoll nachwirken  zu lassen. Auch habe ich mich in jedem Kapitel dabei ertappt, wie ich hoffte, dass es den Helden gelingt, ihr Schicksal zu ändern.

Die Erzählung die mir das Fürchten näher gebracht hat, war die einer Mutter, die auf einer Auktion ein altes Portrait ersteht und es ihren Töchtern präsentiert. Ich sag nur unheimlich...

 
Neben den Erzählungen spielt sich auch bei Edgar und seinem Onkel einiges ab. Es bleibt spannend bis zum letzten Atemzug des Erzählers.

 
Onkel Montagues Schauergeschichten ist nur eine von drei Schauergeschichten, die bestimmt unabhängig von den anderen gehört oder gelesen werden. Genau kann ich das nicht sagen, da Onkel Montague meine erste Geschichte war.



Mein Fazit

 
Heulender Wind, knarzige Dielen in einem alten Haus. Ein Wohnzimmer, das vollgestopft ist mit allerhand Zeugs. Ein Junge im Sessel, der gebannt an den Lippen seines Onkels hängt. Und ein Onkel, dem zu jedem Gegenstand die passende Geschichte einfällt. Das ist Onkel Montagues Schauergeschichten. Und Onkel Montague in Form von Dietmar Mues weiß nicht nur Edgar zu bannen und zu unterhalten, sondern auch den Zuhörer. Onkel Montagues Schauergeschichten sollte man nicht lesen, man sollte es sich gemütlich machen und ihnen lauschen. Gemeinsam mit den Kindern oder alleine. Es ist ein richtiger Genuss für meine Ohren gewesen. 


Die Schauergeschichten von Chris Priestly im Überblick

Onkel Montagues Schauergeschichten - Hörbuch von Audiolino - Printbuch vom Oetinger Verlag - meine Rezension
Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff - Hörbuch von Audiolino - Printbuch vom Bloomoon Verlag
Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels - Hörbuch von Audiolino - Printbuch vom Bloomoon Verlag


© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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