Sonntag, 15. Juni 2014

Was ich dich träumen lasse von Franziska Moll

© Cover- und Zitatrechte: Loewe

Inhalt
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Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereit hält und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe. -  Klappentext



Der zufällige Satz...   

Seite 133 Zeile 10 (kann variieren, denn ich nehme nur ganze Sätze)
 

„Aber da ist keine Regung.“
 

Seite 133 Zeile 10 bis Seite 133 Zeile 10























Meinung

Ich bin noch immer in diesem Roman gefangen. Elena und Rico sind zwei so unterschiedliche Figuren und doch so vollkommen ineinander stimmig und zueinander passend. Beide haben mein Herz zutiefst berührt.


Man merkt schon nach wenigen Seiten, dass die beiden ihre wahre echte Liebe miteinander gefunden haben und das in ihrem Alter. Fantastisch. Die Art und Weise wie Elena Rico sieht, ihn beschreibt, ihre Gefühle und Gedanken benennt, dahinter steckt so viel Liebe und Gefühl und das kam während des Lesens bei mir an.

Rico und Elena auf den ersten Seiten zu begleiten ist wie Schweben, so sanft, leicht, träumerisch. Bis zu der Stelle an der, der Unfall passiert und das ganze Glücksgefühl zerplatzen lässt und man in die Realität stürzt. Schlagartig wird einem klar, wie der Bruchteil einer Sekunde das gesamte Leben auf den Kopf stellt. Elena erlebt den Unfall mit und steht ihm fassungslos gegenüber. Dabei ist es gerade der Stil in dem sie ihn beschreibt, dass was mir so ans Herz ging. Der Unfallfahrer ist aufgregt und panisch. Elena aber, ist vom Schock wie gelähmt. Sie bleibt auch nachdem Rico im Krankenhaus eingeliefert wird, ruhig sachlich und strahlt eine unglaubliche Stärke aus. Sie schafft es anderen Menschen Mut zu machen. Sie widmet sich schnell den Dingen die Rico helfen sollen aus dem Koma zuerwachen. Gerade das Elena nicht in einer herzzereißenden belasstenden Depression versinkt verleiht Was ich dich träumen lasse eine hoffnungsvolle Leichtigkeit.

Elena lässt ihre Beziehung für Rico noch einmal aufleben. Erinnert sich daran, wie sie einander das erste Mal begegneten, das erste Date, der erste Kuss und noch mehr. So lernt man auch Rico besser kennen. Rico ist das Gegenstück zu Elena, er ist die Sonne so zuversichtlich immer am Lachen und immer Optimistisch. Das Leben hat Elena nicht so viel Glück mit auf dem Weg gegeben. Ihre Kindheit war nicht so rosig und sie ist daher auch etwas skeptischer und befangener. Doch durch Ricos Liebe fühlt sich Elena geborgen und blüht auf.

Zufällig findet Elena eine Top 10 Liste, der Dinge die Rico mit ihr gemeinsam machen wollte, bevor er stirbt. Aufgeben und verzweifeln ist nicht Elenas Art und so beschließt sie die Liste einfach abzuarbeiten. Rico davon zu erzählen und ihn dadurch zum schnellen Aufwachen zu bewegen. Immerhin soll die Liste von ihm abgearbeitet werden. Eher unfreiwillige Unterstützung bekommt sie dabei von einem jungen Krankenpfleger der oft durch seinen schwarzen Humor auffällt.

Wie Sekunden einem das Leben total verändern können, sind es aber auch die kleinen Dinge wie ein Wort, ein Blick eine Begegnung die einen nicht aufgeben lassen, lieben hoffen und weiter kämpfen lassen. Was ich dich träumen lasse hat viele dieser Momente, die tief ins Herz gehen. Lachen und Weinen hervor rufen. So wunderbare Charaktere, deren Wesen und Sinn sich erst nach und nach offenbaren.

Fazit

Was ich dich träumen lasse, hat mich absolut begeistert, berührt und zum Weinen gebracht auf eine leichte eindringliche Weise. Es versprüht Hoffnung und lässt mich das Leben jetzt ein Stück bewusster erleben.


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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

Kommentare:

  1. Huhu Cindy,

    ich hab das Buch gestern gelesen und es war ja überhaupt wegen dir auf meiner WuLi gelandet. ;) Daher hier mal eine kurze Rückmeldung:
    Ich fand das Buch auch sehr schön, toll geschrieben und so traurig... Es hat doch wiedermal sehr deutlich vor Augen geführt, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Ich weiß schon, warum ich so eine Liste zu schreiben, was ich im Leben alles getan habe möchte, immer wieder aufschiebe. Es könnte zu deprimierend sein, wenn man einige Punkte nicht schafft, aus welchen Gründen auch immer.
    Erstaunlich fand ich auch, über wie viel Elena und Rico sich in einem Jahr Beziehung Gedanken gemacht habe. Und dass, wo sie noch so jung sind. :)
    Das Ende war aber etwas unerwartet...

    Dennoch wie gesagt, ein tolles Buch, danke für die Empfehlung damals. ;)

    LG Alica

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    1. Hallo Alica,

      freut mich das die das Buch gefallen hat. Ein Grund weshalb ich so eine Liste aufschiebe, ist eher weil ich nicht mit meiner Sterblichkeit auseinandersetzen möchte. Schwieriges Thema. Manche Menschen sind reifer als andere und da kommt es nicht auf das Alter an. Ich finde Elena und Rico haben das richtig gemacht und das Ende ist wirklich unerwartet, aber genau das war realistisch. :)
      Liebe Grüße Cindy

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    2. Ich gehöre leider zu den Menschen, die das immer im Hinterkopf haben, also die eigene Sterblichkeit. Das macht mich manchmal auch echt fertig, aber wenn man einmal zu sehr darüber nachgedacht hat, ist es auch schwer, es abzuschalten. :/

      Ich finde es auch gut, wenn man in einer Beziehung von Beginn an über alles reden kann und auch ernste Themen schon anspricht. :)

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