Sonntag, 19. Januar 2014

Kurze Meinung zu Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

© Cover- und Zitatrechte: Oetinger

Inhalt

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Anna und Abel könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie ist die brave gutherzige Musterschülerin, die noch nie wirklich über die Stränge geschlagen ist. Er dagegen, so wird behauptet, ist kriminell, ein Schulschwänzer und alles andere als vertrauenerweckend. Doch der Zufall ist es, der die beiden unterschiedlichen Welten zusammen bringt. An einem Schulnachmittag entdeckt Anna im Aufenthaltsraum eine Stoffpuppe. Es stellt sich heraus, dass diese Puppe zu Abel gehört oder eher zu dessen kleinen Schwester Micha.
Was ist dieser Außenseiter, über den in der Schule die wildesten Gerüchte verbreitet werden, für ein Mensch? Diese Frage bringt Anna dazu Abel heimlich zu folgen und ihre Bedenken über Bord zu werfen.
Abel, das erfährt sie bald, ist ein Mensch der bei der Verteilung von Glück ganz hinten stand, aber den seine Liebe und Verantwortungsgefühl seiner Schwester dazu antreibt, wenigstens für das kleine Mädchen eine heile Welt zu erschaffen. Und nicht nur Micha hängt an seinen Lippen und lauscht den fantastischen Worten, ist bezaubert von den Welten die er erschafft, sondern auch Anna. Es dauert nicht lang und Anna und Abels Welt verschmelzen zu einer einzigen, durchzogen von Liebe, Leid, Gewalt und Hoffnung.



Der zufällige Satz...   

Seite 127 Zeile 6 (kann variieren, denn ich nehme nur ganze Sätze)
 

„Aber es war ein schöner Name, ein Name, der manchmal seinen ganzen Kopf ausfüllte und ihn beinahe zum Bersten brachte.“
 

Seite 127 Zeile 6 bis Seite 127 Zeile 8


Fazit

Es gibt viele Bücher, die habe ich gerade zu verschlungen, statt sie zu lesen, so berauscht war ich von ihnen. Aber es gibt nur sehr wenige Bücher die mich verschlingen.

Der Märchenerzähler ist mir unter die Haut gegangen und hat meine Seele zutiefst berührt. Da ist diese Zartheit zwischen den Seiten zu spüren, wenn von Anna geschrieben wird. Von der lieben zarten verträumten Anna, die sich trotz ihrer fast 18 Jahren, noch immer eine kindliche Sicht bewahrt hat. Oder die Härte, die von Abel ausgeht, kombiniert mit seiner Zerbrechlichkeit. All das hat mich wirklich sehr bewegt und mitgenommen, so dass es schwer ist dafür Worte zu finden.


Das Hauptaugenmerk liegt verstärkt auf Anna, Abel und Micha, Nebenfiguren erscheinen mir tatsächlich mehr als Randcharaktere.
Was dieses Buch ebenfalls ausmacht, ist die Spannung, die sich durch die Zeilen zieht und einem eine eigene Ahnung, auf das was kommt oder was Dunkel in der Vergangenheit liegt, aufbauen lässt. Beim Lesen habe ich mich mehrfach dabei ertappt, wie ich eigene Erwartungen und Hoffnungen hatte. Das nennt man wohl rund um mit gefiebert.
Ich kann hier nicht mehr schreiben, um eben nicht zu viel zu verraten. Ein grandioses Buch, welches mir noch lange nachging und deshalb bekommt der Märchenerzähler von mir volle Punktezahl.



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© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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