Freitag, 5. Mai 2017

~ 16. Manga-Lesenacht Update Beitrag ~ ausgerichtet von Lena vonAwkward Dangos


Aktion von Lena Awkward Dangos


Und wieder bestimmt mein Schlepp(Lap)top wie schnell ich meinen Beitrag fertig bekomme, in dem Fall mal wieder erst nach 18 Uhr. Heute Abend geht Lenas Manga-Lesenacht (hier lang zu ihrem Beitrag) schon in die 16. Runde und ich komme ohne Umschweife zur meiner Leseplanung.


Leseplanung


Kiss Caramel von Chitose Yagami - Egmont Manga



Die vier Bande stehen seit Jahren ungelesen im Regal, ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich die Reihe nun komplett habe. Zuckersüß, drollig, ein wenig kitschig und hoffentlich romantisch, das erwarte ich.


Love Love Mangaka von Yuu Yabuuchi - Egmont Manga


Auch eines der Reihen, die ich in meinem Regal "wiederentdeckt" habe und von der ich nicht mehr weiß, hab ich sie vollständig und wann habe ich sie gekauft? Mangazeichnen und Romantik, an mehr erinnere ich mich vorab nicht.



Kobato von CLAMP - Egmont Manga



Den ersten Band hatte ich noch gelesen, die weiteren nur noch gekauft und nicht gelesen. Ist die Reihe komplett und worum ging es noch mal? Irgendwie kommen mir "Wish" Erinnerungen dazwischen, daher bleibt es spannend.


Die Manga-Lesenacht startet


ab 20:00 Uhr: nach einem leckeren Abendessen (Reis mit rotem Hühnchen Curry) geht es für mich gleich los.



Fazit: Der Zeichenstil, die Charaktere, die Handlung ist wie ein großes Schlaraffenland für Kuchen- und Süßspeisen-Liebhaber, alles ist süß. Für meinen Geschmack etwas zu süß. Küsschen oder Schmusen (ja, ich bediene mich absichtlich an der Verniedlichung) ist hier schon heftiges Flirten, dabei wolltrn die beiden eigentlich heiraten. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.

Ab 21 Uhr 



Fazit: Weit weniger süß als Band 1, nur noch niedlich und bei dem einen versehentlichen Grabscher, musste ich laut lachen. Meru hat viel mit den Macken einer anderen Welt zu tun und leidet noch immer unter ihrer Größe.

Weiter ab 23:00 Uhr



Fazit: Bisher hat mir der zweite Band am gefallen, hier zeigt Meru ein zu großes Herz obwohl ihr ganz schön übel mitgespielt wurde.

Weiter geht es mit drm letzten Band und dann geht es auch ins Bett.



Fazit: ernüchternd schnell zu Ende, denn die zweite Hälfte des Manga bekommt eine Kurzgeschichte, die ich jetzt nicht gelesen habe. Endgültige Meinung? Keine Ahnung, darüber muss ich noch nachdenken.


Ihr Lieben, für mich ist heute Schluss und ich wünsche euch allen eine Gute Nacht. :)

Lenas Abschluss Fragen

1) Wie viele Mangabände hast du heute gelesen?

Ich habe „Caramel Kiss“ gelesen und diese Serie von 4 Büchern gelesen.

2) Welcher Manga(band) hat dir heute am besten gefallen?

Der 2. Band der Reihe hat mir am besten gefallen, denn Meru und ihr Werwolfjunge Riku gelangen von der Zauberwelt in die Menschenwelt und dieser Band war für mich nicht ganz so zuckerig süß.

3) Hat dich heute ein Manga enttäuscht?

Leider, Leider der Abschlussband (4), denn es war einfach viel zu kurz und inhaltlich zu schnell vorbei. Denn in der zweiten Hälfte, gibt es eine ganz andere Geschichte, die nichts mehr mit „Caramel Kiss“ zu tun hatte.

4) Heutige Lieblingsszene?

Ach herrje, das ist schwer, es ist nämlich schon das Finale, da damit die Geschichte ihr bevorzugtes Ende gefunden hat.

5) Das schönste/ interessanteste Cover, das du heute bei jemandem gesehen hast? (gerne auch bei dir selbst)

Dieses Mal habe ich mich mehr auf meinen Manga konzentriert, ein ausgedehnter Besuch bei den anderen, wird noch nachgeholt, deshalb fand ich bei meiner Reihe, das Cover von Band 2 am besten gefallen.

6) Hast du heute einen neuen Manga bei einem anderen Teilnehmer entdeckt?

Nicht so ganz, siehe Frage 5.

7) Allgemein: Hast du eine/n Lieblingsmangaka? Wenn ja, warum magst du die/den Mangaka oder ihre/seine Mangas so gerne?

Für mich ist das immer noch meine erste „große Liebe“ Naoko Takeuchi. Es sind ihre filigranen, zarten und verträumten Charakterdarstellungen, die mich optisch angezogen. Ach ja, ich spreche hier von „Sailor Moon“. ;)

8) Back to the roots: Was war dein erster Manga? Wie fandest du ihn?


Nach Frage 7 finde ich diese Frage schon sehr lustig, da es nämlich „Sailor Moon“ gewesen ist und ich liebe diese Serie noch immer. Schon im Alter von 8-10 Jahren fand ich den Manga viel zauberhafter, als den Anime. Zum einen ist mir Chibiusa nicht auf die Nerven gegangen. Bunny (ich war ein Kind, sie wird für mich immer so heißen) musste im Manga diese Liebeskummer Zeit nicht durchmachen. Die hat mich damals im Anime richtig fertiggemacht. Man bedenke dabei mein Alter. ;) Außerdem finde ich die Beziehung zwischen Bunny und Mamoru wird im Manga absolut romantisch, liebevoll, selbstbewusst und reifer dargestellt. Schließlich haben die beiden mehr Momente miteinander und ja ich glaube, da ist auch mal mehr gelaufen, als Händchenhalten und scheue Küsse. Als kleines Mädchen fand ich das irgendwie besonders aufregend.
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Mittwoch, 3. Mai 2017

~Buch Rezension~ "Dazwischen: ich" von Julya Rabinowich

Cover- und Zitatrechte: Hanser Verlag

Inhalt

„Ein Flüchtlingsmädchen zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen Familie und neuen Freundschaften – Julya Rabinowichs bewegendes Jugendbuchdebüt.
Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. Und so ist es an Madina, Mittlerin zu sein zwischen ihrer Familie im Flüchtlingsheim und dem unbekannten Leben außerhalb. Sie nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt.“ – Quelle Klappentext




Der erste Satz...

 
 

„Wo ich herkomme? Das ist egal. Es könnte überall sein.“ - Madina

 
Seite 7



Zwischen den Seiten

Die Familie von Madina musste fliehen, weil ihr Leben durch den Krieg akut in Gefahr gewesen ist. Nach einer langen, gefährlichen, beschwerlichen Reise sind sie in einem sicheren Land angekommen.

Trotz aller Freude und Euphorie ist es ihnen nicht möglich, sofort mit dem neuen Leben anzufangen, sie benötigen erst eine Genehmigung, um dauerhaft bleiben zu können.

Das Warten darauf zermürbt vor allem Madinas Vater, da er sich für seine Familie verantwortlich fühlt. Nur Madina darf täglich zur Schule. Sie hat einen geregelten Tagesablauf, Kontakt zu anderen Menschen, auch wenn sie oft auf Vorurteile stößt, findet sie eine Freundin, die ihr beisteht. Darüber hinaus gibt es noch weitere Menschen, denen Madina am Herzen liegt. Madina wird in der
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neuen Sprache immer besser und begleitet ihren Vater zu Amtsterminen und übersetzt.


Madina besitzt ein unglaubliches Feingefühl für die Stimmungen ihrer Mitmenschen und einen überraschenden Humor. Sie hält ihre Erlebnisse und Gefühle in ihrem Tagebuch fest. Ich hatte viel mehr drückende Emotionen erwartet aufgrund der traumatischen Erlebnisse, die sie machen musste. Doch die Freude am Leben überwiegt. Madina hat mich tief berührt und sie hat mir die Augen geöffnet, sie zeigt an welchen Punkten die Kultur ihrer Familie und Heimat, mit denen der neuen Heimat kollidieren können. Manchmal ist es ein richtiger Balanceakt. Mit einigen Entscheidungen, die aufs Ende hinauslaufen, habe ich mich schwergetan, dennoch bin ich mit einem guten, nachdenklichen Gefühl aus dem Buch gegangen.

Lesespaß

"Dazwischen: ich" hat mich nach nur wenigen Seiten gepackt und mir die Augen für die Sorgen, Wünsche und Ängste von Madina und ihrer Familie geöffnet. Es gelingt der Autorin mit großen Feingefühl, kindlichem Humor und Leichtigkeit durch die Handlung.

Madina setzt sich Stück für Stück mit ihren zwei Welten, der Strenge ihres Vaters und die Freiheiten, die sie durch Laura kennenlernt. So würde sie zum Beispiel nicht jeden Jungen küssen, den sie nett findet, allerdings was sollte verkehrt daran sein, eines Tages ihren Ehemann selbst zuwählen. An anderer Stelle versteht sie die nicht, weshalb sie nicht bei ihrer Freundin übernachten darf. Sie setzt bewusst auf Vertrauen, ihr Vater bereitet das Schwierigkeiten und das führt zu Konflikten, denen ich ergriffen gefolgt bin und doch ganz klar Stellung für Madina bezogen habe.

Fazit

Wie es ist seine Heimat verlassen zu müssen, weil man sonst um sein Leben fürchten muss und in einem fremden von vorne anfangen, davon weiß ich nichts. Ich finde "Dazwischen: ich" schafft verstehen, wie sich eine Familie dabei fühlen kann. Es sensibilisiert ohne Vorurteile hinzuschauen, Rücksicht zu nehmen, vor allem von Kind zu Kind. Mir hat die Stimme von Madina sehr gefallen, denn sie ist mutig, herzlich und hat Witz zwischen den Zeilen gelegt, was das ernste Thema mit einer angenehmen Leichtigkeit versieht. 5 Sterne.


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Montag, 1. Mai 2017

~Buch Rezension~ "Die wahre Königin - Königreich der Schatten" 1 von Sophie Jordan


Cover- und Zitatrechte: HarperCollins

Inhalt

„Tiefe Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Sie muss sich verstecken, damit die Welt sie für tot hält, nachdem ein Verräter ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler. Er erfüllt ihre dunkle Welt mit Licht, doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigen wird.“ – Quelle Klappentext




Der zufällige Satz...

 
 

Menschen, die man liebte, diejenigen, die einem am nächsten standen, starben alle irgendwann. Niemand wurde verschont. Wenn man sie verlor, verlor man alles, was man hatte, sein ganzes Herz.“ - Fowler

 
Seite 101



Zwischen den Seiten

"Königreich der Schatten - Die wahre Königin" wird seinem Titel gerecht, denn das Königreich Reholk befindet seit 17 Jahren in einer andauernden Finsternis. Hereingebrochen an dem Tag der Geburt der Prinzessin Luna. Ihr Geburtstag ist auch gleichzeitig der Untergang der Königsfamilie, denn der Kanzler unternimmt einen erfolgreichen Putschversuch und tötet Lunas Eltern. Ihr Leben verdankt
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sie ihrer Amme Perla und Sivo, dem Vertrauten ihres Vaters. In dem Tumult konnten beide mit dem Baby entkommen und leben nun versteckt in einem Turm im dunklen Wald.


Dunkelheit beherrscht Lunas Welt, Elend, Hunger und Angst ebenso. Einige Lebewesen haben sich der ewigen Dunkelheit angepasst. So sind einige Tierarten über die Jahre größer geworden, wie etwa die Fledermäuse oder es haben sich komplett neue Wesen entwickelt wie die Finsterirdischen. Diese Wesen stellen eine große Gefahr da, angezogen von Licht oder lauten Geräuschen, fallen sie über ihre Opfer her, dabei erinnern sie mich in ihrer Beschreibung stark an Zombies. Sehr gruselige Kreaturen und sie schüren die Urängste vor der Dunkelheit ungemein.

Luna wird schon bald der heilen sicheren Welt des Turms entrissen und kämpft an der Seite von Fowler, einem jungen Mann ums Überleben. Fowlers Ziel ist es die Insel Aula zu erreichen, von der man sagt, dass sie ein zivilisierteres Leben in dieser unwirklichen Welt verspricht. Der Weg dorthin ist für Luna und Fowler gefährlich, da dieses entbehrliche Leben nicht unbedingt das Gute in den Menschen herausgeholt hat. Beide Protagonisten wissen nicht wem sie wirklich vertrauen können und ich war beim Lesen ebenfalls permanent angespannt.

Die Spannung ist kontinuierlich hoch, manchmal hatte ich das Gefühl, das dadurch auch Durststrecken entstanden sind. Außerdem habe ich kein richtiges Ziel erkennen können. Denn das Luna, die rechtmäßige Thronerbin ist, wusste ich früh, aber nicht wie sie sich ihr Königreich zurückholen wird. Dahin gehend fehlte der Handlung eine klare Linie. Auch der amtierende König ist mir hier lediglich wegen seiner heftigen Grausamkeit aufgefallen, jedoch gehen seine Bewegründe und das geheimnisvolle Orakel unter.

Luna kennt nur das Leben mit der Sonnenfinsternis, sie ist im Turm durch Perla und Sivo sehr beschützt und behütet aufgewachsen, anders als Fowler der früh lernen, musste in dieser neuen Weltordnung zu überleben. Er musste früh erfahren, was Angst und Verlust ist. Luna dagegen hat wahnsinnig gut trainierte Instinkte, welche den beiden oft weiterhelfen. Diese Fähigkeiten machen sie stark und lassen sie weniger hilflos scheinen. Allerdings und das aufgrund ihrer beschützen Vergangenheit hat sie ein großes, mitfühlendes Herz, was in der dunklen Welt sofort auffällt. Ich mochte sie, sie kann sich gut behaupten, auch wenn ich ihren Entschluss im Handlungsverlauf für einen unüberlegten Fehler halte, weil er nicht logisch ist und gut zu dem fehlenden roten Faden in Sachen rechtmäßige Königin passte.

Fowler ist der Beschützertyp, auch wenn er das anfänglich noch widerwillig ist, was ausreichend mit Erlebnissen aus seiner Vergangenheit erklärt wird. Mir war von Anfang klar, dass Fowler mehr Geheimnisse hat, als er bereit gewesen ist, in seinen Ich-Perspektiven zu verraten. Die tatsächliche Auflösung kam daher für mich auch nicht überraschend.

Der Schreibstil ist bildlich und erzeugt viel gruselige spannende Momente und lässt die Seiten schnell lesen. Nur sind mir hier einige doch auffällige Übersetzungsfehler aufgefallen, die mich irritierten.

Am Buchende wartet ein fieser Cliffhanger auf ungeduldige Leser. Es bleibt also spannend, wie es weitergehen wird.

Lesespaß

Es war, als hätte mich die ewige Nacht auch während des Lesens begleitet. Diese Ängste sind gut rausgearbeitet worden. Mit der Gefahr der Finsterirdischen musste ich oft an eine Zombie Invasion denken und ich bin kein großer Fan von solchen Geschichten. Zu ausweglos und sinnlos erscheint mir da ein Überleben, auch in Relhok habe ich mich oft gefragt, wie das wohl enden wird.

Die erste richtige Begegnung zwischen Luna und Fowler kommt mit einem Wusch-Moment um die Ecke, mit Gefühl, Humor und einem Aha-Effekt. Zum Glück für den Spannungsbogen bleiben die Gefühle zurückhaltend und wirkten nicht verkitscht, das hätte nämlich in dieser Welt nicht hineingepasst. Schade war, dass die Königsthematik nicht mehr Raum bekam und nur an der Oberfläche kratzte, da wünsche ich mir für Band 2 mehr Strategie und Ideen.

Fazit

"Das Königreich der Schatten - Die wahre Königin" versinkt in ewiger Dunkelheit und schafft so ein Setting, das einem beim Lesen begleitet. Jeder Schritt, jedes kleinste Geräusch kann todbringende Kreaturen anlocken und auch bei den wenigen Menschen, kann man sich über deren Absichten nicht sicher sein. Die Fragen, wie dem Königreich geholfen und der Prinzessin ihrer Bestimmung zugeführt werden kann, zogen sich für mich durch die Handlung. Ein wenig geht das hier unter, nichtsdestotrotz, liest es sich flüssig und lässt einem nicht mehr los. Und am Ende fordert ein fieser Cliffhanger Geduld ein. 4 Sterne.

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